(Achtung Ironie): 10 Gründe, die AfD zu wählen

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AfD Gründe zur Nicht - Wahl

Für alle, die Ironie nicht verstehen: Dies ist das Gegenteil einer Werbung für die AfD.
Aus welchen Gründen sollte man die AfD wählen? Bzw. warum nicht? Die AfD ist die Partei gegen Zuwanderung. Klar. Das weiß jeder. Viel weniger Wähler wissen: Die AfD ist nicht populistischer als andere Parteien. Im Gegenteil. Ihr Programm ist für alle Bürger dermaßen schädlich, dass es auch als eines der unpopulärsten erkennbar ist – sofern man genauer hinschaut.

Die AfD in der heute-show vom 21.04.2017: Programm lt. Bundesparteitag

Die alten Männer, frauenlosen jungen Männer und selbstverleugnenden Frauen in der AfD meinen:

  1. Nur Mann plus Frau plus Kinder gelten als Familie. Singles, Alleinerziehende und kinderlose Paare müssen diskriminiert werden.
  2. “Alleinerziehende sind der Ausdruck des Scheiterns eines Lebensentwurfs.”
  3. Babys sollen einmalig 100 € (wow!) Prämie erhalten – sofern beide Eltern “Bio-Deutsche” weißer Hautfarbe sind.
  4. Homosexuelle haben keine gleichen Rechte wie Heterosexuelle. Familiäres Erbrecht gilt für sie nicht. Ehe gibt es für sie nicht, und Adoptionen sind ihnen verboten.
  5. Bei Scheidungen soll die abgeschaffte Schuldfrage wieder eingeführt werden. Männer, die von Frauen verlassen werden, müssen dann keinen Unterhalt mehr zahlen.
  6. Eine “bundesweite Masturbationspolizei” (kann sich kein Kabarettist ausdenken) soll der Regierung Fälle von Masturbation melden, die diese dann bestraft.

Parteivorsitzende Frauke Petry scheiterte mit ihrem Antrag, sich gegen Rechts abzugrenzen. Ablehnungsgrund: Gegen das Wesen der Partei – also gegen sich selbst – macht eine Abgenzung keinen Sinn. Dazu zwei Knaller rund um den Bundesparteitag:

  1. Bernhard Pachal, AfD Berlin: “Politik von (Holocaust-Mitorganisator) Reinhard Heydrich war klug.”
  2. Jens Meyer, Listenplatz 2 der AfD Sachsen: “Der Massenmörder Anders Breivik hat nur aus Verzweiflung über verfehlte Asylpolitik 69 junge Menschen (darunter 32 Kinder) ermordet.”

Fazit: Eine Partei für schizophrene Selbstzerstörer

  1. Nicht nur die extrem neoliberale homosexuelle Spitzenkandidatin Alice Weidel, die Politik gegen Homosexuelle und damit gegen sich selbst unterstützt, zeigt eine psychologisch bemerkenswerte Neigung zur Selbstzerstörung und einem Treten gegen noch schwächere Minderheiten.
  2. Jeder Wähler, der nicht materiell abgesichert ist (und das sind die wenigsten AfD-Wähler), schadet sich durch das extrem neoliberale Programm der AfD selbst.
    • Wenn im kümmerlichen Arbeitsmarkt-Programm steht: “Mindestlohn beibehalten” – dann heißt das: Ein Hungerlohn von lächerlichen 8,84 brutto wird nicht erhöht. Auch wenn man davon lediglich existieren, aber nicht leben kann, und schon gar keine der angeblich für die AfD so wichtige Familie ernähren kann. Die AfD steht für einen Mindestlohn, der als Referenz für die Gehälter der Mittelschicht wirkt, und der zu Altersarmut führt.
    • Wenn im AfD Programm zum Arbeitsmarkt steht: “Aktivierende Grundsicherung als Alternative zu Hartz IV” – dann heißt das: An Hartz IV wird nur eines geändert: Zwangsarbeit kommt noch oben drauf. Wer keine Zwangsarbeit leistet, muss verhungern.
    • Die AfD will die Schere zwischen Arm und Reich nicht nur beim Einkommen, sondern auch beim Vermögen auseinander reißen: Selbst die geringe Besteuerung hoher Vermögen und Erbschaften will die AfD abschaffen.
    • Die Gewerbesteuer will die AfD ohne eine Kompensation für die Kommunen abschaffen. Folge: Die Städte und Gemeinden werden radikal sparen und privatisieren müssen. Für die Bürger explodieren die Kosten von Kita bis Schwimmbad, bei sinkender Lebensqualität, verfallenden Schulen, schlechteren Straßen, verwildernden Grünflächen, etc. Selbst bei der Straßenbeleuchtung gehen buchstäblich die Lichter aus.
    • AfD-“Vordenker” Prof. Oberender meint: Bevor jemand Sozialleistungen erhält, muss er seine Organe verkaufen. Mehr dazu unter “Neoliberale Sozialnazis“.
    • Marktradikaler Wahn liegt in der DNA der AfD. Rund um Parteigründer Lucke und Konrad Adam (Vorstandsmitglied), Roland Vaubel (Wissenschaftlicher Beirat), Hermann Behrendt (NRW-Landesvorsitzender) und Hans-Olaf Henkel (Unterstützer) gelten als Urheber bzw. Unterstützer der Forderung, Arbeitslosen, Rentnern und Studenten das Wahlrecht zu entziehen, um “Leistungseliten vor der Tyrannei der Mehrheit zu schützen.” Mehr dazu unter “AfD – Partei der irren Professoren“.

Wenn Sie all das wollen, dann ist die AfD die richtige Partei für Sie. Aber wer, der ein wenig Grips und Bildung besitzt, will das? Nicht einmal die Reichsten wollen das, denn das sind die Zutaten für einen Mistgabel-Aufstand, wie ihn Milliardär Nick Hanauer vermeiden möchte.

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