Dirk Müllers Cashkurs: Video-Interview economy4mankind bei Helmut Reinhardt

Siemens-Chef Jo Kaeser schlug vor, Steuern mit der Beschäftigung zu verknüpfen. Dirk Müller (Cashkurs) findet das sehr sinnvoll. Damit beginnen beide, in Richtung economy4mankind zu denken. Helmut Reinhardt – Dirk Müllers Mann für alternative Wirtschaftssysteme – interviewte economy4mankind – Sprecher Jörg Gastmann zu diesem Thema.

Statement von Dirk Müller über Jo Kaeser und „Steuern abhängig von Beschäftigung“

Auslöser des Gesprüchs war das Interview „Dirk Müller: So werden wir von den Eliten geplündert“ für den YouTube Kanal „Mission Money“, 17.01.18 (mehr).

Sehen Sie:

Alternativ (bei manchen Nutzern scheint das Video technische Probleme zu haben) klicken Sie auf Video Teil 1 und Video Teil 2. Das Interview dauerte 80 Minuten, die auf handliche 29 plus 32 Minuten gekürzt wurden.

Vielen Dank an Helmut Reinhardt, dessen Interview den Zuschauern interessante Einblicke in das alternative Wirtschaftssystem von economy4mankind bietet.

Themenübersicht

Themen des Gesprächs (Auswahl):

  • Statement von Dirk Müller über Jo Kaesers Idee mit dem Zitat: „Es wird auf jeden Fall eine wie auch immer geartete Beteiligung der Menschen an der Produktivität geben müssen.
  • Vorrevolutionäre Zeiten mit Bewegungen wie Occupy, 99%, Bernie Sanders, Jeremy Corbyn und Protestwählern für Trump, AfD & Co
  • Macht es noch Sinn, zu wählen?
  • Erfahrungen als Kleinpartei
  • Entstehung von economy4mankind
  • Kurzeinführung in die Grundidee
  • Umsetzbarkeit
  • Das heutige Steuersystem in Deutschland und der EU
  • Das alternative Steuersystem von e4m
  • Die Umverteilung von Konsumenten an Kapitalbesitzer durch Zinsen
  • Das Auseinanderreißen der Gesellschaft zwischen Arm und Reich
  • Warum der Kapitalismus nicht auf Dauer funktionieren kann
  • Digitalisierung / Automation und die Wirkung auf den Arbeitsmarkt
  • Wirkung auf den Fortschritt
  • BGE Modelle und das „Steuerspar-BGE
  • Zinsproblem: Geldhortung / Vermögenshortung (Goldschmied Fabian: „Gib mir die Welt plus 5%)
  • Vermögensbeschränkungen als Grenze für unendliche Gier
  • Charles de Gaulle: „Die Friedhöfe der Welt sind voller unersetztlicher Menschen.“
  • e4m-Kritik von Prof. Lucke: Vorsteuerabzug und Wirkung auf Preise
  • Helikoptergeld, Rettungsidee von Helmut Reinhardt für Griechenland: Urlaubsschecks für Griechenland-Urlaub
  • Nur kurz angerissen: Thema „Wirtschaftswachstum“
  • Das Buch „Die Geldlawine“ als „Bollwerk“ von economy4mankind
  • Mismatch: Diskrepanz zwischen dem, was Menschen können und können müssen
  • Wann wird das Economic Balance System Realität?
  • „Wirtschaft neu denken“ gemäß Dirk Müller

cashkurs interview 2018 helmut reinhardt

Ergänzung: Wirtschaftswachstum und Ökologie

Bei den herausgekürzten Inhalten war vor allem eines sehr wichtig: Welche Ideen hat economy4mankind zu den ökologischen Problemen durch Wirtschaftswachstum?

Darauf gaben wir u.a. folgende Antworten:

Das größte Problem beim Wirtschaftswachstum ist der Ressourcenverbrauch / Rohstoffverbrauch. Wenn alle Menschen auf der Welt so leben würden wie die Mittelschicht in Westeuropa, bräuchten wir rd. 400% der verfügbaren Rohstoffe.

Der Ressourcenverbrauch der Welt (Menschheit) ist eine einfache Formel mit nur 2 Faktoren:

Durchschnittlicher Ressourcenverbrauch pro Mensch mal Zahl der Menschen = Gesamtressourcenverbrauch der Welt

Das lässt der Menschheit 2 Möglichkeiten:

  1. Alle Menschen fahren ihren Ressourcenverbrauch / Konsum auf den eines durchschnittlichen Afrikaners zurück. Es gibt Menschen, die das können und wollen. Aber die meisten wollen es nicht. Es ist also nicht mehrheitsfähig und würde auch nur funktionieren, wenn die Weltbevölkerung nicht noch weiter steigt (was sie wird).
  2. Die Zahl der Menschen muss sinken.

2018 ist die Erde mit rd. 7,6 Mrd. Menschen völlig überbevölkert. Das sehen manche anders – wie z.B. Filmemacher Werner Boote mit seinem Film „Population Boom„. Darin steht er z.B. mit einem Massai in der Kalahari und meint, es gebe doch noch reichlich Platz für noch mehr Milliarden Menschen. Armut und Enge seien nur ein Verteilungsproblem.

Dabei übersieht Boote einen ganz wesentlichen Faktor: Der Planet Erde wird von zahllosen Tieren und Pflanzen bewohnt. Der Homo Sapiens ist nur eine von unzähligen Tierarten. Jeder Quadratmeter Lebensraum, den der Mensch als Wohnraum oder landwirtschaftliche Fläche „erschließt“, wird allen anderen Tier- und Pflanzenarten geraubt. Wenn die Kalahari zur Ackerfläche wird, haben die Tiere keinen Lebensraum mehr. Es ist unendlich arrogant, den Menschen über alle anderen Spezies zu stellen und den Planeten als komplette Bewirtschaftungsfläche bzw. Wohnraum zu betrachten.

Prof. Lesch erklärt es unter „Kollaps der Menschheit durch Überbevölkerung„: Die Bevölkerungsexpolsion ist das größe Problem der Welt.

Wenn wir die Weltbevölkerung auf die Zahl vor 100 Jahren reduzieren (rd. 2 Milliarden Menschen), ist das Problem weitgehend gelöst. Auch 1 Milliarde Menschen wären genug. Es gibt keinen sachlichen Grund für eine Maximierung oder auch nur eine Beibehaltung der Bevölkerungszahl.

Wie erreicht man das? Neben Bildung für Frauen in der 3. Welt, der völligen Gleichbereichtigung von Frauen (Frauenrechte), und dem freien Zugang zu Verhütungsmitteln liegt der Schlüssel im Rentensystem.

Mit dem Renten Balance System von economy4mankind entfällt ein Hauptgrund der Bevölkerungsexplosion: Kinder als Altersversorgung, wo es kein wirkliches Rentensystem gibt. Mehr dazu auf unserer demnächst erscheinenden Seite „Wirtschaftswachstum“.

Den Rahmen des Interviews hätte dieses Thema gesprengt.

By | 2018-04-15T14:52:18+00:00 April 15th, 2018|Ökonomie|

About the Author: