Frankreich und Fillon: Die Eliten haben nichts begriffen

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Frankreichs CDU, die LR (Les Rebublicaines), hat mit Francois Fillon einen völlig ungeeigneten neoliberalen Kandidaten gekürt. Offenbar hat die Partei nicht begriffen, dass der Neoliberalismus die Wähler vergrault. Die Chancen für Marine Le Pen vom Front National stiegen dadurch erheblich.

Als Erbe der „Hexe“ Margaret Thatcher (Nr. 1 Hit nach ihrem Tod: „The witch is dead / Die Hexe ist tot“) sieht sich auch LR-Präsidentschaftskandidat Francois Fillon. Fillon will:

fillon neoliberalismus trickle down effekt

Auch die FAZ hat es nicht kapiert

Fillon und die Partei der Republicaines glauben allen Ernstes, mit einem Programm die Präsidentschaftswahl zu gewinnen, gegen das die Menschen auf die Barrikaden gehen. Die Bewegung „Nuit Debout“ mobilisierte wütende Menschen gegen den Sozialabbau der Regierung Hollande. Francois Hollande kostete seine neoliberale Politik alle Chancen auf die Wiederwahl. Und der noch marktradikalere Fillon soll mit diesem absurden Programm gewinnen?

Deutschlands neoliberales Propagandablatt Nr. 1, die FAZ, feiert: „Für die Präsidentenwahlen im nächsten April und Mai setzt der Wahlerfolg Fillons ein gutes Vorzeichen. Denn Fillon hat seine Landsleute mit einem resoluten wirtschaftlichen Reformprogramm für sich gewonnen.

Ob in Griechenland, Spanien, Portugal oder zuletzt in den USA: Immer mehr Bürger wachen auf und glauben die neoliberalen Lügen des „Trickle Down“ / Sickereffekts nicht mehr: Man müsse denen, die nicht mehr wissen wohin mit ihrem Vermögen, immer riesigere Kuchen backen. Dann würden für den Rest der Menschen mehr Krümel abfallen.

Der Spiegel hat es auch nicht begriffen

Unter „Dieser Mann soll Europa retten“ feiert die neoliberale Politikredation des Spiegel Francois Fillon. Dabei nennt der Spiegel weitere Gründe, diesen Mann nicht zu wählen:

  • Anhebung der Mehrwertsteuer, wodurch das Leben der unteren 90% der Franzosen teurer wird.
  • Abschaffung der ohnehin niedrigen Vermögenssteuer (Zitat Fillon: „dumm, unmoralisch, zerstörend“), wodurch er sich als Oberschicht-Lobbyist outet.
  • Diskriminierung Homosexueller im Familienrecht
  • Aufnahmeprüfungen in Schulen, dadurch kein freier Zugang mehr für Schüler zur Schule ihrer Wahl
  • Zucht und Ordnung an Schulen und Zurückdrängen der Pädagogik

Auch in Großbritannien verschätzen sich die Neoliberalen

Auch in Großbritannien haben es die Mächtigen immer noch nicht kapiert. Premierministerin Theresa May will in Thatcher-haftem Wahn die größten Konzerne mit den niedrigsten Steuersätzen aller großen Industrienationen beschenken.

Das hat auch Vorteile. Mit ihrer Politik für die Upper Class ebnet sie bei den nächsten Wahlen 2020 den Weg für den Wahlsieg von Jeremy Corbyn, den economy4mankind unterstützt.

Wahlprognose für Frankreich: Präsidentin Marine Le Pen

In den letzten Umfragen vom Sommer 2016 lag Marine Le Pen vom Front National mit rd. 30% auf Platz 1. Man kann davon ausgehen, dass sich ihre Gegner gegen sie verbünden, um ihren Sieg zu verhindern. Die Wahlen in den USA haben allerdings gezeigt, dass die Meinungsforscher und Mainstream-Medien aus aller Welt mit ihrer Clinton-Prognose daneben lagen.

Marine Le Pen bzw. der Front National vertritt im Gegensatz z.B. zu rechten und konservativen Parteien ein linkes Wirtschafts-Programm. Dieses Programm ist weitaus attraktiver als der neoliberale Wahnsinn von Herrn Fillon. Wir prognostizieren daher einen Sieg für Marine Le Pen.