Friedhofspflicht: Vatikan dreht durch

Achtung – Realsatire plus Satire: Die „Diktatur der boshaften Greise“ alias „Gaunerstück Vatikan“ zwingt Angehörige, tote Katholiken „an einem heiligen Ort“ in der Erde vergraben zu lassen. Dumm nur, dass es keine heiligen Orte gibt. Mit diesem naiven Ritual missachten die Betrüger aus dem Vatikan den Wunsch der Toten, ihre Asche an einem Ort ihrer Wahl verstreuen zu lassen.

Gaunerstück Vatikan: Die „Konstantinische Schenkung“

Welches Recht haben die boshaften Greise im Vatikan, anderen Menschen Vorschriften zu machen? Dazu bräuchte der Vatikan eine Legitimation. Objektiv betrachtet hat er die nicht. Als typischer Katholik stellt man dazu keine Fragen. Damit würde man ja den eigenen Aberglauben in Frage stellen. Aber mich interessiert das. Teuflisch zitiere ich zu dieser Frage den Artikel dazu in Wikipedia:

„Die Konstantinische Schenkung ist eine um das Jahr 800 gefälschte Urkunde, die angeblich in den Jahren 315/317 vom römischen Kaiser Konstantin I. ausgestellt wurde. Darin wird Papst Silvester I. (Pontifex von 314–335) und seinen sämtlichen Nachfolgern … bis ans Ende der Zeit, eine auf geistliche Belange gerichtete, aber auch politisch wirksame Oberherrschaft über Rom, Italien, die gesamte Westhälfte des Römischen Reichs, aber auch das gesamte Erdenrund mittels Schenkung übertragen. Die Päpste nutzten die Urkunde, um ihre Vormacht in der Christenheit und territoriale Ansprüche zu begründen. Als im 15. Jahrhundert die Fälschung nachgewiesen wurde, blieb dies bis zur Kritik der Reformation am Papsttum weitgehend unbekannt. Vom 17. bis ins 19. Jahrhundert behauptete die katholische Kirche, dass die Urkunde zwar gefälscht sei, es die Schenkung aber dennoch gegeben habe.“

einzig wahre religionMit anderen Worten: Der Vatikan ist ein einziger Betrug. Er besitzt nicht die geringste Legitimation. Seine Macht basiert allein auf den Naiven und Ängstlichen, die eine panische Angst vor dem Tod haben und jedem glauben wollen, der ihnen Hoffnung auf eine Existenz nach dem Tod einredet.

Nun ja: Sofern die Eltern auch Katholiken waren. Denn warum sonst wird jemand Katholik (oder Protestant, Hindu, Moslem, Shintoist, Buddhist oder ein Anhänger der anderen 9.900 Religionen auf der Welt, die sich clevere Leute ausgedacht haben), wenn die Eltern es nicht waren?

Das ist überhaupt ein interessanter Zufall: Immer die eigenen Eltern haben die einzig wahre Religion unter 9.900, und alle anderen irren sich.

Es gibt keine heiligen Orte

Carlos Santana variierte bei mehreren Gelegenheiten folgende Worte: „Jerusalem, der Petersplatz oder das Taj Mahal sind für mich ungefähr so heilig wie die Rückbank eines New Yorker Taxis. Ich denke, was wirklich heilig ist, sind Beziehungen mit der Familie.“

Auch Du heilige Scheiße!

Was die meisten Katholiken nicht wissen: Auch Toiletten hat der Vatikan zu heiligen Orten erklärt. Allerdings nur die wenigen, die von der Notdurft echter Heiliger beglückt wurden:

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Ausgrabungen in Jerusalem förderten „das heilige Klo“ zutage. Angeblich soll der Evangelist Lukas hier höchstpersönlich heilige Geschäfte gemacht haben. Sie meinen, das sei Beschiss, weil es vor 2.000 Jahren keine Keramik-Kloschüsseln gab? Kein größerer Beschiss als die Konstantinische Schenkung.

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Experten des Vatikan, die Gründe für die Heiligsprechung Papst Johannes Paul II. suchten, stießen auf eine Geschichte aus Wadowice, Polen. Auf diesem Hock-Klo sollen an einem „Ort, an dem keine Sonne scheint“, Sonnenstrahlen auf den jungen Karol Wojtyla geschienen haben. Ein Wunder! Man beachte die Sonnenstrahlen, die (tagsüber an sonnenfreien Tagen) bis heute selbst nach seinem Tod weiter scheinen! Noch ein Wunder!

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Die Vatikan-Kommission zur Heiligsprechung ermittelt noch. Hat in diesem Toilettenhäuschen im heiligen Kanaan der heilige Johannes der Täufer sein Taufwasser ausgepullert? Das Alter der Bretter spricht dagegen – aber hey, das hat bei der Urkunde der Konstantinischen Schenkungen auch niemanden am Arsch gejuckt!

Friedhöfe: Kein Geld? Ab mit den Toten auf den Müll.

Kommen wir nach diesem Kurzausflug in die heiligen Orte der Notdurft zurück an den einzig heiligen Ort für tote Normalsterbliche.

Die Weisung der Betrüger aus dem Vatikan lautet die Überreste der Toten müssen auf „heiligem Boden“ in der Erde verbuddelt werden. Warum Friedhöfe neben Latrinen, Donnerbalken und Klos die einzig zulässigen heiligen Orte sein sollen, bleibt rätselhaft. Der Rest des „von Gott geschaffenen Planeten Erde“ ist offensichtlich minderwertig, wenn kein Betrüger im Auftrag der Kirche ein paar Zaubersprüche aufsagt und mit einem religiösen Objekt hin- und her wedelt.

Laut Vatikan sei „nur auf Friedhöfen und in Kirchen-Gruften“ (allerdings nur für Obergauner) „gewährleistet, dass der Verstorbene nicht vom Andenken ausgeschlossen, vergessen oder respektlos behandelt werde.“

Betrachten wir angesichts des Friedhofszwangs, wie es die Friedhöfe mit dem Andenken und Respekt gegenüber verstorbenen halten. Was passiert eigentlich, wenn Angehörige kein Geld mehr für das Grab zahlen? Dann sieht es zunächst einmal so aus: Vergraben und vergessen.

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Offensichtlich von allen vergessen, aber immerhin in ewiger Ruhe. Oder doch nicht? Was ist das für ein Schild? Offenbar endet die „ewige letzte Ruhe“, wenn kein Geld mehr bezahlt wird. Und was passiert dann mit den Überresten?

Würdelose Praxis

Bei Sargbestattungen ist es eher makaber, von Würmern und Insekten gefressen zu werden. Nach Ablauf der Zahlungen sind meist noch Knochen erhalten. Wird an gleicher Stelle ein neues Grab ausgehoben, gibt es 2 Möglichkeiten. Entweder sammelt man die gefundenen Knochen ein und verbrennt sie wie Müll. Oder man lässt die Knochen so lange bzw. so oft liegen, bis der unterirdische Knochenhaufen zu groß wird, und schafft dann Platz für einen neuen Sarg. Auf jeden Fall muss sich der/die Verblichene spätestens bei der 2. Nutzung der Grabstelle das Grab teilen. Dann heißt es für die Toten: „Platz da. Hier kommt ein neuer zahlender Kunde.“

Hinterbliebene werden gezwungen, Verstorbene in Särgen verbrennen zu lassen. Ausgebuddelte Knochen benötigen hingegen keinen umgebenden Sarg. Auf dieses seltsame heidnische Ritual angesprochen erklären dies Bestatter mit einer besseren Verbrennung. Warum ein geschlossener umgebender Sarg, der erst verbrennen muss, bevor die Flammen den Körper erreichen? Warum gibt man nicht einfach Brennholz dazu? Oder nich einfacher: Eine brennbare Flüssigkeit? Die kirchlichen Betrüger setzen noch einen drauf: Eine umgebende Holzkiste sei nötig, um die Würde der Toten zu gewährleisten. Warum? Darum.

Übergewichtige als Brandbomben

Bei der Körperverbrennung kommt es übrigens immer wieder zu Bränden in Krematorien, wenn sich das Fett sehr übergewichtiger Verstorbener entzündet. Übergewichtige werden zu Brandbomben. Auch sehr würdevoll.

Urnen sind auch nicht unbedingt würdevoll. In eine kleine Urne passt ohnehin höchstens ein Viertel der Asche eines Menschen mitsamt verbranntem Sarg. Der Rest wandert auf den Müll. Wohin auch sonst? Ohne Geld gibt es keine Aufbewahrung und keine „Totenwürde“. Irgendwo verstreuen? Verbietet (zumindest bei Katholiken) der Vatikan. Sobald Urnengräber nicht mehr bezahlt werden, gibt es 2 Varianten: Entweder ist die Urne verostet. Dann ist die Asche mit der umgebenden Erde vermischt. Oder die Urne ist noch intakt. Dann wird sie ausgebuddelt und mit bis zu 400 anderen Toten zusammengekippt wie auf einer menschlichen Mülldeponie.

Grabsteine werden in den seltensten Fällen wieder verwendet. Üblich ist, sie zu schreddern und das Granulat z.B. im Straßenbau zu verwenden, wo sie mit tropfendem Motoröl die letzte Ölung erhalten.

Würdelos ist auch die Tatsache, dass sich viele Menschen die Bestattungskosten von mindestens 3.000 € nicht leisten können. Tote werden dann möglichst preisgünstig „entsorgt“ wie Müll. Dann werden die Körper der Toten den Universitäten geschenkt, wo sie von Medizinstudenten in ihre Einzelteile zerlegt werden. Oder sie werden in Massengräbern verscharrt, wie z.B. bei rd. 1.000 Toten pro Jahr allein in Hamburg.

Die „heilige Totenruhe“ endet für Kirchen und Friedhofsverwaltungen auf jeden Fall, wenn kein Geld mehr gezahlt wird. So viel zur Würde in der Kirche.

Wozu der Friedhofszwang?

Das wirft die Frage auf? Wozu der Friedhofszwang – und das auch noch für Atheisten?

Friedhöfe dienen nicht den Toten, sondern den Hinterbliebenen. Es ist ein Ort der Trauer, ein Ort der Erinnerung, ein Ort für Monologe mit den Verstorbenen. Aber warum berauben Staat und Kirchen die Hinterbliebenen der Möglichkeit, selbst zu entscheiden, was mit den Überresten geschehen soll?

Die Betrüger im Vatikan führen Rückzugsgefechte. Immer mehr Menschen scheren sich nicht um Religionen und dumme Verbote. Mit Schikanen beschleunigt der Vatikan seinen Niedergang.

Auch der Verband der Bestatter führt Rückzugsgefechte in seinen FAQ. Es wurmt sie sehr, dass die Hinterbliebenen Preisvergleiche im Internet suchen. Sie rechtfertigen den vollkommen sinnlosen Kauf eines Sarges mit „anderen Bodenbeschaffenheiten“ in Deutschland als in anderen Ländern bzw. mit einer „besseren Verbrennung“ (was frech gelogen ist). Der Friedhofszwang wird mit „das war schon immer so“ gerechtfertigt. Bermerkenswert sind auch die Tipps, wie mittellose Hinterbliebene und Verstorbene das Geld für die Bestattung vor dem Sozialamt retten.

Diamant, Weltraum, Meer, Wald, Eieruhr,…

Aufgeklärte und freie Menschen haben sich bereits weitgehend aus dem Würgegriff der Religionen befreit und verfügen, dass ihr Körper so bestattet wird, wie sie es wollen. Manche lassen ihre Asche im Meer oder unter Bäumen in einem „Friedwald“ verstreuen. Es gibt sogar die Möglichkeit, Asche mit einer Mini-Rakete ins All zu schießen. Mir persönlich gefällt die Lösung am besten, die Asche (besteht aus Kohlenstoff) zusammen mit reinem Kohlenstoff zu einem künstlichen Diamanten pressen zu lassen. Die Verstorbenen als Schmuckstück immer bei sich zu haben, ist doch eine wundervolle Sache. Kunstfiguren, Traumfänger etc. aus Kristallglas sind ebenfalls schöne Lösungen. Und dabei hat die Asche noch den Vorteil, auf beliebig viele Trauernde verteilt werden zu können.

Nur eine Frage der Zeit: Friedhofszwang wird fallen

All das wird völlig frei sein, sobald eine moderne, integre, aufgeklärte Regierung an der Macht ist, die den Kirchen keine Privilegien mehr einräumt. Heute gilt auch für Atheisten immer noch der Friedhofszwang. Deshalb ist es nötig, den Staat auszutricksen und die Verstorbenen in freiere Länder wie Holland oder die Schweiz zu überführen, wo deutsche Zwänge nicht mehr gelten. Es wäre lustig, wenn es nicht so erbärmlich von Union und SPD wäre.

Ich schließe mit Frank Zander: „Tu doch meine Asche in die Eieruhr!“