Froschkoch des Jahres /
Deutscher Fake News Meister 2017:
Henrik Müller, Spiegel Online

Inkompetenz, Propaganda oder beides? Henrik Müller von Spiegel Online schoss 2017 den Vogel ab. Niemand hat in Deutschland dieses Jahr eine solch extreme ökonomische Desinformation betrieben wie Henrik Müller. Verheerend wirkt er auch auf seine Studenten an der Uni Dortmund.

Die „goldene Himbeere“ der Public Relations

Jede von Henrik Müllers Kolumnen ist eine Mischung aus Inkompetenz, Fake News und Paralleluniversum. Mit jeder seiner Kolumnen ist er ein Kandidat für diese „goldene Himbeere der PR“. Erstmalig im Dezember 2016 war Henrik Müller „Froschkoch des Monats“ für seine Fake News „Wirtschaft gut, Stimmung schlecht – Wie Pessimisten Deutschland in die Krise treiben.“

Am 05.06.17 setzte sich Müller dieses Jahr die Krone auf und schrieb von „Rekordbeschäftigung am Arbeitsmarkt“, „phänomenalem Wirtschaftsboom“, „überoptimistischen Investitionen“, zu hohre „Konsumlust“, eine zu hohe Kaufkraft der Mittelschicht und einer „Überhitzung der Produktionskapazitäten“. Seiner Meinung nach müsste die Politik gegensteuern, um einer Blase und einem gefährlichen Absturz vorzubeugen. Doch im Wahlkampf wolle keiner „die Party stören“.

Da war klar: So viel Unsinn wird kaum zu toppen sein. Das wird der Preisträger 2017 für den „Froschkoch des Jahres“ (mehr über diesen Preis: hier).

Steuererhöhungen für eine Mittelschicht, die in überflüssigem Geld schwimmt?

Müller fordert, „jetzt die Steuern für Normalverdiener zu erhöhen, um die Konsumausgaben zu dämpfen.“ Wie bitte? Normalverdiener schwimmen in zu viel Geld? In welcher Filterblase lebt Müller?

Kaufkraft und Konsum der Mittelschicht sind viel zu niedrig – wie zum Beispiel Heiner Flassbeck stets diagnostiziert. Jeder ernsthafte Ökonom kennt die Definition ökonomischer Stabilität als „magisches Viereck„. Ein Element darin ist das außenwirtschaftliche Gleichgewicht, also Importe = Exporte. Inzwischen haben außer den Regierungsparteien und einigen „Experten“ alle begriffen, dass Deutschland mit seinen zu hohen Exportüberschüssen andere Länder destablilisiert. Jeder ernsthafte Ökonom fordert daher einen höheren Konsum im Inland. Dazu braucht die Masse der Verbraucher mehr Kaufkraft – und Müller fordert das genaue Gegenteil.

Als zweiten Punkt in seinem „Rezept“ fordert Müller eine Erhöhung der Produktionskapazitäten, weil diese angeblich überlastet sein. Nochmal: Wie bitte? Es gibt keinen Engpass bei Produktionskapazitäten. Die Läden und Lager sind voll. Unternehmer weiten die Kapazitäten nicht aus, weil sie genau wissen, dass sie eine höhere Produktion gar nicht absetzen können. Denn wer soll das alles von welcher nicht vorhandenen zusätzlichen Kaufkraft kaufen?

Jens Berger von den Nachdenkseiten zog es die Schuhe aus

Im Juni zog seine neoliberale Propaganda auch den Nachdenkseiten die Schuhe aus. Unter „Prof. Dr. Boom … Journalismus von seiner bizarrsten Seite“ schreibt Jens Berger:

„Henrik Müller begründet eine steile These mit faktisch falschen Aussagen, stellt dafür dann eine aberwitzige Diagnose aus und verordnet eine Therapie, die selbst dann kontraproduktiv wäre, wenn seine Diagnose korrekt wäre. Dabei liegt Müller mit seiner Einschätzung so meilenweit daneben, dass einem wirklich schwerfällt, an etwas anderes wie eine Parallelwelt zu glauben, wenn man ihm nicht entweder Unwissen oder aber Vorsatz unterstellen will.“

Berger geht ins Detail und entlarvt jede von Müllers Behauptungen als Fake News. Er weist auch – wie wir es bereits im Dezember 2016 taten – darauf hin, dass er seine Studenten zur Übernahme seiner Gedankenwelt nötigt. Berger meint dazu:

„Noch bizarrer wird das Ganze, wenn man sich vor Augen hält, dass Müller nicht der neue SPON-Volontär ist, sondern im Hauptberuf als Professor Wirtschaftsjournalismus an der TU Dortmund lehrt. Was mag wohl dabei herauskommen, wenn man die schlimmsten Wirtschaftsjournalisten auch noch den Nachwuchs ausbilden lässt?“

Auf Müllers verheerende Wirkung gehen wir in einem unserer nächsten Artikel ein: „Neoliberale Gehirnwäsche an Hochschulen: Beispiel Technische Universität Dortmund“.

Gesamtwerk 2017 bei Spiegel Online

U.a. für diese Desinformationsartikel bei Spiegel Online erhält Müller den „Froschkoch des Jahres“

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By |2018-02-25T10:29:41+00:00Dezember 31st, 2017|Gesellschaft, Ökonomie|

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