Froschkoch des Monats Februar 2017: Julia Klöckner, CDU

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Einlullen, schönreden, dementieren: Die Bewahrer des Status Quo wollen, dass das politische und ökonomische System immer weiter läuft. Gegen alle Vernunft. Gegen die Interessen der Mehrheit. Und grundsätzlich nicht zu Ende gedacht. Auch im Februar war das Gedränge um den „Froschkoch des Monats“ groß. 3 Kandidat(inn)en waren in der engeren Wahl. Unsere Jury beschloss, Julia Klöckner von der CDU zum „Froschkoch des Monats“ für den Monat Februar 2017 zu küren.

Da unser Jury erst jetzt einen gemeinsamen Termin finden konnte, hat sich der Preis für den Februar verzögert. Dafür folgt der Preis für den März um so schneller.

Auf Platz 3: Henrik Müller von Spiegel Online – wieder einmal dabei. Diesmal mit einer Buchwerbung für sein neues überflüssiges Buch „Nationaltheater“. Er propagiert, die EU sei alternativlos und Nationen ein Konstrukt aus dem 19. Jahrhundert. Dass Königreiche als Vorläufer der Republiken seit Jahrtausenden existieren und sich von Letzteren nur durch die Regierungsstruktur unterscheiden, hat er nicht mitbekommen. Dass Nationen ein Schutzraum sind bzw. sein können (z.B. für inländische Arbeitnehmer), leugnet er. Dass Nationalstaaten und Staatenbündnisse wie die EU nebeneinander mit getrennten Zuständigkeitsbereichen koexistieren können und sollten, ignoriert er.

Auf Platz 2: Roland Nelles von Spiegel Online (ja, Spiegel Online ist überproportional bei diesem Preis vertreten – was an Spiegel Online liegt). Er propagiert: „Zum Glück gibt es das Establishment„. Nelles meint allen Ernstes: „Das Establishment ist unverzichtbar – wie das Beispiel Frank-Walter Steinmeier zeigt. … Antiintellektualismus, Elitenverachtung, der Kampf gegen seriöse Politiker sind groß in Mode. Die Rechtspopulisten haben das Wort Establishment zu ihrem zentralen Kampfbegriff gemacht. Sie laden den Begriff negativ auf, subsumieren darunter alle, die in der Demokratie seit Jahren politische Verantwortung tragen und anders denken als sie. Höchste Zeit also für ein antizyklisches Loblied auf das Establishment.“

Aha. Wer das Establishment kritisiert, wird als rechts diffamiert. Das Establishment soll intellektuell sein, dessen Kritiker hingegen nicht. Eine absurde Behauptung. Wer sind denn die „seriösen“ Politiker, die er feiert? Diejenigen, die als Lobbyisten der Konzerne wirken, der Atomindustrie auf Kosten künftiger Generationen den Müll abnehmen, alle Bürger von der NSA abhören lassen, das Lohnniveau und Renten drücken, usw.? Populisten sind im Übrigen alle Politiker. Telepolis entlarvt den Begriff unter „Gute Populisten – schlechte Populisten“ und stellt fest, dass das Establishment alle mit diesem Etikett beklebt, die ihm nicht genehm sind oder gefährlich werden könnten (Disclaimer: Wir sind AfD-Gegner).

Kommen wir zu Platz 1:

Froschköchin Julia Klöckner, CDU

In der „Passauer Neuen Presse“ warf Julia Klöckner dem falschem Messias der SPD – Martin Schulz – „Populismus“ vor (witzig – siehe oben). Gleichzeitig verbreitet sie selbst Fake News: „Er will die Agenda 2010 rückabwickeln, dabei hat er vergessen, wofür sie notwendig war“. Martin Schulz ist nun wirklich der Letzte, der die Agenda 2010 rückabwickeln will, wie wir hier und hier nachwiesen. Ganz im Gegenteil hat Schulz die Agenda 2010 ausdrücklich gelobt und will nichts daran ändern.

„Es geht nicht um Jobs. Selbst Sklaven haben Jobs. Es geht um Einkommen.“
(Jim Hightower)

Worte wie Gift

Nächste Propaganda von Frau Klöckner: „Auf dem Arbeitsmarkt habe es noch nie eine bessere Chance auf Beschäftigung gegeben als heute.“ Es mag sein, dass es bei der Beschäftigung so viel Quantität gibt wie noch nie. Aber das Problem ist die Qualität. Früher konnte ein Alleinverdiener eine Familie ernähren und ein Haus finanzieren. Das ist heute selbst bei Doppelverdienern kaum möglich. Wie es bei Einkommen und Armut in Deutschland tatsächlich aussieht, lesen Sie hier. Wenn Julia Klöckner vom „Zusammenhalt der Gesellschaft“ spricht, erinnert das an „Grima Schlangenzunge“ aus dem „Herrn der Ringe“: „Deine Worte sind wie Gift.“

Julia Klöckner ist die „Froschköchin des Monats“, weil sie nicht nur lügt, sondern dies auf eine besonders perfide Art tut: Sie führt die Bürger mit Statistiken in die Irre, die erstens manipuliert sind zweitens das eigentliche Problem (Einkommen) ignorieren. Frau Klöckner holt sich Zustimmung bei Bürgern, die überhaupt nicht begreifen, welchen Lobbyisten-Märchen sie zustimmen.

Frau Klöckner definiert: „So agieren auch Populisten: Fakten ignorieren, vereinfachen, Stimmungen herbeireden.“ Frau Klöckner definiert sich also selbst zur Populistin. Wer mag da widersprechen?

Unnötig zu erwähnen, dass auch Frau Klöckner u.a. von Niedriglohn über europäische Austeritätspolitik, Banken-Bailout, NSA-Überwachung und der Tatenlosigkeit bei Immobilienspekulationen bis zur Atommüll-Befreiung der Atomkonzerne und US-Atombomben in ihrem Bundesland Rheinland-Pfalz jede Schweinerei unterstützt. Die CDU-Wähler merken nichts. Deshalb wählen sie ja CDU.

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