Froschkoch des Monats November 2016: Die gescheiterte Clinton-Presse

clinton presse

„Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.“ – Paul Sethe, Mitbegründer der FAZ, 5. Mai 1965

Einlullen, schönreden, dementieren: Die Bewahrer des Status Quo wollen, dass das politische und ökonomische System immer weiter läuft. Gegen alle Vernunft. Gegen die Interessen der Mehrheit. Und grundsätzlich nicht zu Ende gedacht.

banksy lügen wiederholen politikIn diesem Jahr war das Gedränge um den „Froschkoch des Monats“ (mehr über diesen Preis: hier) besonders groß. Unsere Jury beschloss, die Clinton-Presse (auch bekannt als Mainstream Medien, MSM) für den Monat November zu nominieren – allen voran die New York Times, die Washington Post und den SPIEGEL, und zwar aus mehreren Gründen:

  • Nie zuvor haben die Medien dermaßen Partei für und gegen politische Kandidaten ergriffen wie bei der US Wahl im November – und lange davor und danach. Die MSM erklärten, wen man zu wählen habe und wen nicht.
  • Nie zuvor wurde ein so großer Hoffnungsträger wie Bernie Sanders dermaßen totgeschwiegen oder nieder geschrieben, um mit Clinton die Kandidatin des Establishments durchzusetzen.
  • Und schließlich war es ein Meilenstein in der Geschichte der Politik und der Medien, dass so viele Wähler sich nicht nur resistent gegen die Manipulationsversuche der MSM zeigten. Etwas völlig Neues ist passiert: Viele Wähler wählten erst recht das „Schmuddelkind“ Trump, WEIL er von den MSM niedergeschrieben wurde. Wir erleben die Zeitenwende des Kontrollverlusts der MSM.

Passend dazu zitieren wir (gekürzt) einen wunderbaren Artikel aus „konjunktion.info“ vom letzten Oktober:

1988 schrieb der angesehene Autor Noam Chomsky in seinem Buch „Manufacturing Consent: The Political Economy of the Mass Media“ (Konsens erzielen: Die politische Ökonomie der Massenmedien) über das „Propagandamodell“. Heute ist es sogar noch treffender als damals, denn es zeigte schon 1988, was wir gerade anhand der geleakten Clinton / Podesta-Emails feststellen können:
Die Medien dienen den mächtigen gesellschaftlichen Interessen und betreiben Propaganda im Auftrag derer, die sie kontrollieren und finanzieren. Die Vertreter dieser Interessen haben wichtige Agendas und Prinzipien, die sie vorantreiben wollen, und sie sind gut positioniert, um die Medienpolitik zu gestalten und einzuschränken. (The media serve, and propagandize on behalf of, the powerful societal interests that control and finance them. The representatives of these interests have important agendas and principles that they want to advance, and they are well positioned to shape and constrain media policy.)

(Anmerkung: Wir sind auch sehr skeptisch, ob Trump ein guter Präsident sein wird. Mehr über Trump, und warum sein Konzept wahrscheinlich scheitern wird, schreiben wir in einem Artikel nach seiner Amtseinführung.)

Die Clinton Presse schaut weg

Wenn in den MSM freie und gute Journalisten arbeiten würden, hätten sie bei Clinton so hartnäckig recherchiert, wie sie es bei Trump und Sanders taten. Es ist ein Witz, dass sie nicht nachgebohrt haben, wofür Clinton jeweils durchschnittlich 225.000 $ (netter Stundenlohn) von den Banken der Wall Street erhielt. Da soll es keine Zeugen oder Aufzeichnungen gegeben haben? Wenn Banken insgesamt über 150 Mio $ Schmiergeld als „Redehonorare“ zahlen, wollen Sie eine Gegenleistung.

So sieht es aus, wenn man Politiker kauft

Wie sieht diese Gegenleistung aus? Das kam durch Wikileaks in den Podesta-Clinton-Leaks mit diesen Worten von Clinton heraus: „I think they (the banks) were the ones best suited to regulate themselves, since the people that know the industry better than anybody are the people who work in the industry.“
(„Ich denke, dass sie (die Banken) am geeignetsten sind, sich selbst zu regulieren, denn die Leute, die die Finanzindustrie am besten kennen, sind die Leute, die in der Finanzindustrie arbeiten.“)

Wie reagieren die MSM auf diese Leaks? Mit Totschweigen und Herunterspielen.

Die Erpressung von Bernie Sanders

Bernie Sanders, der beste Präsidentschaftskandidat seit Franklin D. Roosevelt, war stets der erbittertste aller Gegner Clintons. Er nannte sie mehrmals völlig ungeeignet für dieses Amt. Er bezeichnete sie zu Recht als Marionette der Wall Street, die in fast allen Fragen die Positionen der Republikaner vertritt.

sanders vs republican clinton

wahlbetrug clinton sandersSanders wurde nachweislich bei den Vorwahlen von Clintons Seilschaften in der Partei der Demokraten betrogen. Eigentlich hätte er die Vorwahlen gewonnen. Die Clinton-Presse hat es totgeschwiegen.

Auf dem Nominierungsparteitag der Demokraten hat er sie dann überraschend unterstützt und erklärte das genaue Gegenteil seiner früheren Reden: Sie würde eine „großartige“ Präsidentin.

Was war geschehen? Wie ist das möglich? Die einzig sinnvolle Erklärung findet sich auch hier in Wikileaks. Niemand in den MSM berichtete über das, was kleine Websites wie Inquisitr aus Wikileaks zitieren: „Wir haben ein Druckmittel gegen Sanders gefunden.“ Sie haben ihm „ein Angebot gemacht, dass er nicht ablehnen konnte“. Das hört sich wie eine Erpressung durch die Mafia an. Unnötig zu sagen, dass die MSM auch darüber nicht berichtete.

Auf der ganzen Welt fragten sich nicht nur die Sanders-Unterstützer, was in aller Welt das sein könnte, wo doch Sanders der einzige Kandidat ist, der keine Leiche im Keller hat (seine politischen Gegner und die MSM haben intensiv gesucht und nichts gefunden). Die einzige Erklärung, die Sinn machte, ist eine Todesdrohung gegen Sanders oder dessen Frau. Natürlich ist das Spekulation – aber wie gesagt die einzige, die auch im Nachhinein betrachtet Sinn macht. Und was bezeichnend ist: Sehr viele Menschen trauen Clinton so etwas absolut zu.

Googeln Sie einmal „clinton dead pool“. Sie finden auf einer Vielzahl von Websites Listen mit rd. 50 Personen, die Bill und Hillary Clinton politisch im Weg standen und unter ungewöhnlichen Umständen ganz schnell starben. Wenn Sie „psychological profile despicable hillary clinton“ googeln, sehen Sie ein von Psychologen erstelltes psychologisches Profil Hillary Clintons. Es zieht das Fazit: „In summary, Mrs. Clinton is highly motivated—even obsessive—about her own success.“ (Zusammenfassend ist Frau Clinton hoch motiviert – sogar besessen – von ihrem eigenen Erfolg.“

Das Internet ist voll von abscheulichen Dingen über Clinton, von denen viel gelogen ist, aber auch Einiges wahr zu sein scheint. Hinsichtlich des „Froschkochs des Monats“ ist relevant, dass die Clinton-Presse / MSM keinerlei Ambitionen zeigten, negativ über sie zu berichten, während sie Sanders als „Sozialisten“ zu einer Sowjet-artigen Gefahr niederschrieben. Trump – nun ja. Da muss man nur zuschauen, wie er geradezu vorsätzlich durch politische Minenfelder wandert.

Die MSM sind auf Trumps Trick hereingefallen und machten ihn durch ihre Negativ-Kampagnen für so viele Menschen interessant, die dem Establishment einfach nur einen dicken Schraubenschlüssen ins Getriebe werfen wollten.