Der Target 2 Hoax

„Wer die Wahrheit spricht, braucht ein schnelles Pferd.“ (arabisches Sprichwort)

Wir freuen uns sehr über die Veröffentlichung unseres Artikels zum Target 2 Hoax bei Telepolis.

Telepolis ist Deutschlands wichtigster Blog. Man kann durchaus sagen: Mehr oppositionelle Wirkung kann man in Deutschland nicht entfalten als durch einen Artikel bei Telepolis. Die Reichweite liegt bei ca. 500.000 – 1 Mio. Klicks täglich. Eine solche tatsächliche Reichweite haben nicht einmal die Printausgaben der Süddeutsche Zeitung oder der FAZ.

Wenn man bedenkt, dass das Forum bei Telepolis (wie auch auf vielen anderen Plattformen) ein Haifischbecken ist, hat man durchaus Sorge, von den zum Großteil gnadenlosen Hatern im Forum zerfleischt zu werden. Die Sorge ist: Hat man irgendetwas übersehen? Jeder Fehler ist eine Blamage vor einem Millionenpublikum! Und der Hass der Hater-Community auf abweichende Meinungen ist riesig, wie viele Telepolis-Autoren wissen.

Mit großer Freude lasen wir die Kommentare: Ein großer Teil der Foristen stimmt zu. Aber wir stießen auch in das Wespennest der „Geldsystemkritiker“, die die Position von AfD & Co lieb gewonnen haben. Aufschlussreich sind deren Gegenargumente.

Wenn z.B. Milliardär Silvio Berlusconi Kapitalflucht begeht, indem er 1 Milliarde Euro von einem seiner italienischen Konten auf eines seiner deutschen Konten überweist, fließt das Geld über die EZB. Nach Meinung der Geldsystemkritiker schuldet dann die italienische Nationalbank der Bundesbank 1 Milliarde Euro.

Wenn Spanien, Italien, Griechenland, Portugal und Frankreich mehr Geld nach Deutschland überweisen als umgekehrt (=deutscher Exportüberschuss), dann seien das alles Kredite, die die jeweiligen Nationalbanken an die Bundesbank zahlen müssten. Wodurch sich ihr Saldo verdoppelt. Dann müssen sie das Doppelte zahlen. Wodurch sich der Saldo vervierfacht, etc. und bis ins Unendliche steigert. Geldsystemkritiker  finden das logisch.

Logisch finden die „Geldsystemkritiker“ auch, das die USA, die ein viel größeres Defizit bei Deutschlands Exportüberschuss haben, kein Minus im Target System des Euro gemacht haben (wie alle anderen Länder ohne Euro) und deshalb keine Schulden bei Deutschland hätten.

Target Buchhaltung ungleich Realität

Die Analyse des Target 2 Hoax besagt im Wesentlichen, dass die Buchhaltung die Realität nicht abbildet. Statt dies anzuerkennen, argumentieren die „Geldsystemkritiker“, dass die Buchhaltung die Realität schafft. Schulden entstehen also nicht durch offene Rechnungen, sondern durch eine unsinnige Buchhaltung.

Wie in „Des Kaisers neue Kleider“ ist der Kaiser nackt. Statt einfach mal selbst genau darüber nachzudenken, beschimpfen „Geldsystemkritiker“ diejenigen, die ihnen die liebgewonnene Illusion rauben. Nur ändert das nichts an den Fakten: Target 2 ist lediglich eine unvollständige Statistik ohne Aussagekraft.

Wut statt Argumente

Die „Geldsystemkritiker“ schlagen wild und boshaft um sich, greifen den Autor persönlich an, haben aber kein einziges Gegenargument. Was die Analyse des Autors bestätigt. Herzliche Grüße an die Wutbürger der AfD.

Nun heißt es für die „Geldsystemkritiker“ tief Luft holen. Denn in den nächsten beiden Teilen der Serie wird das Zinsproblem ganz anders betrachtet und der Mythos „Schuldgeld“ widerlegt.

 

 

By |2018-09-27T10:04:27+00:00Juli 29th, 2018|Ökonomie|

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