Wirtschaftswachstum: Kritik und Alternativen 2018-05-23T18:11:26+00:00

Wirtschaftswachstum – Kritik und Alternativen

„Jeder, der glaubt, exponentielles Wachstum kann andauernd weitergehen in einer endlichen Welt, ist entweder ein Verrückter oder ein Ökonom.“ (Prof. Kenneth Boulding, berühmter Ökonom)

Regierungsparteien und die üblichen Experten fordern immer mehr Wirtschaftswachstum. Jedes Jahr, und immer möglichst viel. Denn sonst bricht das Wirtschaftssystem zusammen. Ohne ständiges Wachstum sind die Konsequenzen verheerend: Massenarbeitslosigkeit, Massenarmut, Kollaps von überschuldeten Staaten.

wachstum kritik alternativenWachstumskritiker verweisen u.a. auf die technische Unmöglichkeit ewigen Wachstums. Und vor allem: Mit ständigem Wachstum sind die Konsequenzen verheerend: Ökologische Katastrophe, Flächenverbrauch, Energieverbrauch, Preisexplosion bei fast allen Rohstoffen und dadurch Kollaps der Wirtschaft, Massenarmut.

Grenzen des Wachstums sind längst erreicht

Der Club of Rome stellte bereits 1972 in seiner Studie „Die Grenzen des Wachstums“ fest, dass das Ende endlosen Wachstum nur eine Frage der Zeit ist. Regierungsparteien in aller Welt ignorieren das Problem entweder mit der Begründung, dass der Kollaps noch (!) nicht eingetreten sei, oder dass man ohnehin nichts dagegen unternehmen könne. Was die Regierungsparteien nicht begriffen haben: Die Grenzen des Wachstums sind längst erreicht. Der Kollaps läuft in Zeitlupe.

Die Grenzen des Wachstums werden von den Meisten nur nicht wahrgenommen, weil wir unsere Zukunft verfrühstücken:

Würden sich Staaten nicht immer weiter verschulden können, wäre die ganze Welt bereits bankrott. Würden sich die Verbraucher (vor allem in den USA) nicht immer weiter verschulden, würden Konsum, Wirtschaft und Arbeitsmarkt (zuerst in den USA) kollabieren.

Wäre es verboten, wilden Tieren und Pflanzen ihren Lebensraum zu entreißen, würde kein Urwald mehr zu Nutzflächen, und der wachsende Hunger nach Weizen, Soja, Reis, Palmöl, etc. wäre gar nicht zu befriedigen. Dürften sich Wohnsiedlungen nicht in die Natur ausbreiten, sähen alle Städte aus wie Manhattan. Andere Grenzen sind bereits in Sicht, wie z.B. der Höhepunkt der preisgünstigen Gewinnung fast aller wichtigen Rohstoffe.

Das Global Footprint Network ermittelte den Ressourcenhunger einzelner Länder. Damit das Wirtschaftssystem in Deutschland dauerhaft funktioniert, bräuchten wir 3 Planeten Erde. Das heißt: Wir verbrauchen 3 x so viel, wie wir dürften, damit das System nicht früher oder später kollabiert. Die USA verbrauchen das 5-fache, Österreich das 3,5-fache, die EU-Länder durchschnittlich das 2,8-fache. Sofern es kein weiteres Wachstum gibt, wohlgemerkt.

86% Verzicht?

Nun meinen die meisten „Post-Wachstums-Ökonomen“, man könne das Problem durch Verzicht lösen. Einfach weniger konsumieren – Problem gelöst. Aber wie viel weniger wäre nötig? Wir müssten leben wie die Menschen im Niger, im Tschad, im Südsudan, in Marokko, in Vietnam oder in Indonesien:

  • Viel weniger Fleisch zu essen, wäre lediglich ein Anfang.
  • Auto und Flugreisen sind gestrichen.
  • Das Wohnen müsste viel simpler werden. Einfache Hütten oder bestenfalls billigst gebaute Häuser ohne Heizung wären der neue Standard.
  • Das enorm viel Strom fressende Internet gäbe es nicht mehr.
  • Der Stromverbrauch jedes Haushalts müsste um mindestens zwei Drittel sinken.
  • Der Kauf von Konsumgütern muss auf das absolut Notwendige beschränkt werden.

Das „reichste“ Land, dessen Ressourcenverbrauch unter 100% der Ressourcen der Erde liegt, ist die Dominikanische Republik. Und zwar die bitterarme Dominikanische Republik außerhalb der Touristenanlagen. Nimmt man dieses Land als Ziel, müsste Deutschlands Wirtschaftsleistung (BIP pro Kopf) um sage und schreibe 86% sinken. Ergebnis: Massenarbeitslosigkeit und Massenarmut.

Das ist nicht mehrheitsfähig. Reduzierung des Konsums auf ein maßvolles Niveau ist richtig, aber keine Lösung. Zumal das auch nur die Industrienationen betrifft, deren Anteil an der Weltbevölkerung gering ist und sinkt.

Ein noch größeres Problem ist der boomende Hunger nach Rohstoffen, Flächen und Energie bei den ärmsten 90% der Weltbevölkerung. Weltweit leben 75% aller Menschen von weniger als 3,13 $ am Tag, weitere 10-15% knapp darüber. Wer will bitterarmen Menschen ihr natürliches Recht verwehren, so zu leben wie wir? Das Wachstumsproblem ist also in fast allen Teilen der Welt weitaus gravierender als in Deutschland. Folglich müssen weltweite Lösungen umgesetzt werden.

Wir stellen Ihnen eine Alternative vor. Ein Wirtschaftssystem, das auch ohne Wachstum funktioniert.

Bevor wir Ihnen die Lösung erläutern, wollen wir erst einige Fragen beantworten und Fakten betrachten:

Wirtschaftswachstum: Fragen, Antworten, Fakten

Laut Definition eine Steigerung des Bruttoinlandsprodukts (BIP), vielen Bürgern besser bekannt unter dem alten Begriff „Bruttosozialprodukt“. Die Bemessung erfolgt rein quantitativ. Je mehr, desto besser – egal wovon. Das BIP ist aus mindestens fünf Gründen irrelevant:

  1. Erster Grund ist die fehlende Berücksichtigung der Qualität. Das Wirtschaftswachstum steigt, wenn mehr Geld umgesetzt wird. Aber wofür wird es umgesetzt? Wer seine Eltern ins Altersheim abschiebt, steigert den Umsatz im Bereich Pflegedienstleistungen und damit das BIP. Benzin, das wir im Stau verschwenden, zählt ebenso als Wirtschaftswachstum wie Rüstungsausgaben (jährlich 1 Billion $, davon allein in den USA über 400 Mrd. $). Spekulativen Blasen auf den Finanz- und Immobilienmärkten, Kampftrinken, Verkehrsunfälle, Erkrankungen, Ehescheidungen, Instandsetzungen nach Naturkatastrophen, höhere Heizkosten in einem harten Winter, Geldverscwendung im Staatshaushalt – all dies wirkt „positiv“ auf das Wirtschaftswachstum.
    Kauft sich ein Milliardär seinen dritten Ferrari für 200.000 €, der nutzlos in der Garage steht, trägt er damit doppelt so viel zum BIP bei wie das Kinderprojekt Arche, wenn es für 100.000 € in ihren Armenküchen 50.000 warme Mahlzeiten an Kinder verteilt. Was hat mehr Gewicht für unsere Gesellschaft? Ein nutzloser Ferrari oder 50.000 gesättigte Kinder?
  2. Zweiter Grund ist die Manipulation des BIP, u.a. durch die reichlich willkürliche hedonische Preis-/Leistungsbewertung. Siehe „Wohlstand durch Buchführung“ von Lothar Komp.
  3. Drittens basiert das BIP auf Stichproben, die erstens weitaus zu grob und zweitens nicht repräsentativ sind.
  4. Das BIP ist eine bloße Elfenbeimturm-Phantasiezahl, die nicht einmal die Inlandsumsätze berücksichtigt. 2016 () lag das BIP in Deutschland bei 3.263 Billionen € (2017). Hingegen lagen allein die umsatzsteuerpflichtigen Inlandsumsätze bei 6,088 Billionen € (2016, aktuellste verfügbare Daten des Statistischen Bundesamts per Mai 2018). Hinzu kommen die Umsätze, die nicht umsatzsteuerpflichtig sind (z.B. medizinische Leistungen, Pflegeleistungen, Kultur, Bildung, etc.) sowie wirtschaftliche Leistungen, die erbracht, aber überhaupt nicht bezahlt werden (Hausarbeit, ehrenamtliche Arbeit, etc.), sowie Exporte von 1.279 Mrd. € (2017). Würde man die tatsächlichen Leistungen finanziell umrechnen und addieren, läge die Wirtschaftskraft in Deutschland bei rd. 9 Billionen €.
  5. Die internationale Vergleichbarkeit ist kein Argument, weil jede nationale Statistikbehörde sein BIP anders definiert und zudem eine Messung nicht dadurch relevant wird, dass alle auf irrelevante Art messen.

Wie sinnlos und fehlerhaft das BIP ist, wie man das Wirtschaftswachstum manipuliert und welche Alternativen es gibt, analysiert Jonathan Rowe in „Aufwärts ist abwärts„. Äußerst lesenswert!

Einer der wichtigsten Gründe, warum unser heutiges Wirtschaftssystem immer weiter wachsen muss, ist der Renditedruck der Kapitaleigentümer. Oder anders ausgedrückt: Der Zwang zur Verzinsung von Vermögen.

Abgesehen von der Ungerechtigkeit (siehe unten) gibt es ein weiteres bestechendes Gegenargument gegen Vermögensanhäufungen und ewiges Wachstum: Es kann auch aus rein mathematischen Gründen auf Dauer nicht funktionieren. Zur Veranschaulichung hat Heinrich Hausmann einmal nachgerechnet und es schön visualisiert (es geht um das Prinzip des Zinseszins, nicht um die Präzision der Berechnung):

josephspfennig zinseszins wirtschaftswachstum

Kapitalbesitzer verlangen eine Verzinsung ihres Vermögens von weltweit mindestens 700 Billionen $. Nicht einmal mit 5% pro Jahr sind die Kapitaleigentümer zufrieden, obwohl 1% schon ein unmögliches exponentielles Wachstum erfordert. 99% der Weltbevölkerung arbeitet dafür, immer mehr Zinsen für das reichste 1% zu erwirtschaften.

Und das reichste 1% weiß nicht einmal, wohin mit dem überflüssigen Kapital. Also wird es reinvestiert, um zur Befriedigung unendlicher Gier unendlich viele Zinsen abzuwerfen.

Während die vom oberen 1% gekauften Regierungsparteien die Vermögenssteuer, die Erbschaftssteuer und die Einkommensteuer als „sozialistische Umverteilung von oben nach unten“ und Ausdruck einer „Neidgesellschaft“ ablehnen, findet in der Realität genau das Gegenteil statt – die Umverteilung von unten nach oben. Hier liegt die Hauptursache dafür, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander reißt und unsere Gesellschaft zerstört.

trickle down sickereffektDas ist nicht nur für die Armen ein Problem. Auch den Reichen wird es früher oder später um Kopf und Kragen gehen – buchstäblich. In der Geschichte der Menschheit ist ausnahmslos jeder Staat kollabiert, in dem die Ungleichheit zu groß wurde und die breite Mehrheit der Bevölkerung das nicht mehr hinnahm. Milliardär Nick Hanauer formulierte es so: „Ich sehe Mistgabeln auf uns Plutokraten zukommen.“

Die Wirtschaft ist also gezwungen, zu wachsen, um die Zinsen für die Kapitalbesitzer zu erwirtschaften, was wiederum noch mehr Kapital bei der kleinen Schicht der Kapitalbesitzer anhäuft, was wiederum noch mehr Zinsen fordert, usw. Da der Kollaps durch diese immer ungerechtere Verteilung immer nur eine Frage der Zeit ist, liegt es auch im Interesse der Reichen, dass der Rest der Bevölkerung nicht arm ist.

Das Economic Balance System von economy4mankind ist das bisher einzige Konzept, das dieses Problem lösen kann, und zwar einerseits durch die faire Teilhabe aller Menschen am Wohlstand, und andererseits durch Vermögensbeschränkungen (siehe unten).

bevölkerungsentwicklung welt zeitreihe

Grafik: Anton, Wikipedia, creative commons, https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:World-pop-hist-de-2.png

Beim Wachstum gibt es kein dringenderes Problem zu lösen als das der Überbevölkerung.

Mehr Menschen bedeutet:

  • Mehr Bedarf an Rohstoffen
  • Mehr Bedarf an Energie
  • Mehr Bedarf an Fläche

Der Ressourcenverbrauch der Welt (Menschheit) ist eine einfache Formel mit nur 2 Faktoren:

Durchschnittlicher Ressourcenverbrauch pro Mensch mal Zahl der Menschen = Gesamt-Ressourcenverbrauch der Welt

Das lässt der Menschheit 2 Möglichkeiten:

  1. Alle Menschen fahren ihren Ressourcenverbrauch / Konsum auf den eines durchschnittlichen Afrikaners zurück. Es gibt Menschen, die das können und wollen, zum Beispiel Prof. Niko Paech. Aber die meisten wollen es nicht. Es ist also nicht im Entferntesten mehrheitsfähig und damit tot. Es würde auch nicht funktionieren, wenn die Weltbevölkerung immer noch weiter steigt (lt. UN rd. 25 % in den nächsten 30 Jahren). Und schließlich lassen konservative Postwachstumsökonomen die Frage unbeantwortet, wie eine Ökonomie mit 86% weniger Umsatz / Arbeitsplätzen / Einkommen funktionieren soll.
  2. Die Zahl der Menschen muss sinken.

2018 ist die Erde mit rd. 7,6 Mrd. Menschen völlig überbevölkert. Wenn alle Menschen auf der Welt so leben würden wie die Mittelschicht in Westeuropa, bräuchten wir rd. 400% der verfügbaren Rohstoffe.

Das sehen manche anders – wie z.B. Filmemacher Werner Boote mit seinem Film „Population Boom„. Darin steht er z.B. mit einem Massai in der Kalahari und meint, es gebe doch noch reichlich Platz für noch mehr Milliarden Menschen. Armut und Enge seien nur ein Verteilungsproblem.

Dabei übersieht Boote einen ganz wesentlichen Faktor: Der Planet Erde wird von zahllosen Tieren und Pflanzen bewohnt. Der Homo Sapiens ist nur eine von unzähligen Tierarten. Jeder Quadratmeter Lebensraum, den der Mensch als Wohnraum oder landwirtschaftliche Fläche „erschließt“, wird allen anderen Tier- und Pflanzenarten geraubt. Wenn die Kalahari und andere Lebensräume der Tiere zu Ackerflächen wird, ist das das Todesurteil für fast alle Tierarten. Es ist unendlich arrogant, den Menschen über alle anderen Spezies zu stellen und den Planeten als komplette Bewirtschaftungsfläche bzw. Wohnraum zu betrachten.

Von 1970-2015 stieg der weltweite Papierverbrauch von 130 auf 440 Mrd. Tonnen. Deutschland verbraucht so viel Papier wie die Kontinente Afrika und Südamerika zusammen. Mittlerweile verbraucht ein Deutscher trotz einer enorm hohen Altpapierquote durchschnittlich 235 Kilogramm Baumholz (vor allem für Hausbau und Möbel). Das sind rd. 3 Bäume pro Jahr und Bundesbürger. Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch bei Holz lag in Brasilien 2011 bei 49 Kilogramm, in China bei 72 Kilogramm und in afrikanischen Ländern bei ca. 8 Kilogramm.

Prof. Lesch erklärt es unter „Kollaps der Menschheit durch Überbevölkerung“: Die Bevölkerungsexplosion ist das größte Problem der Welt. Allerdings ist seine „Lösung“ absurd: Eine Welt, die aus Megacities besteht. Dann wäre die Grenze erreicht

Wenn wir die Weltbevölkerung auf die Zahl vor 100 Jahren reduzieren (rd. 2 Milliarden Menschen), ist das Problem weitgehend gelöst. Auch 1 Milliarde Menschen wären genug. Es gibt keinen sachlichen Grund für eine Maximierung oder auch nur eine Beibehaltung der Bevölkerungszahl.

Wie erreicht man eine Reduzierung der Weltbevölkerung? Neben Bildung für Frauen in der 3. Welt, der völligen Gleichberechtigung von Frauen (Frauenrechte), und dem freien Zugang zu Verhütungsmitteln liegt der Schlüssel im Rentensystem.

Mit dem Renten Balance System von economy4mankind entfällt ein Hauptgrund der Bevölkerungsexplosion: Kinder als Altersversorgung, wo es kein wirkliches Rentensystem gibt.

Bei der Analyse der weltweiten Geburtenraten fällt die Relation zur ökonomischen Entwicklung auf:

  1. Je unterentwickelter ein Land ist, desto höher ist grundsätzlich (nicht mathematisch exakt, jedoch als Zusammenhang deutlich) die Geburtenrate. Dies liegt u.a. an der Kindersterblichkeit und dem fehlenden sozialen Netz. Kinder sind oft die einzige Altersversorgung, und viele von Ihnen überleben die Armut nicht. Der wahrscheinlich größte Skandal in der Geschichte der Menschheit liegt darin, daß u.a. jedes Jahr weltweit über 5 Mio. Kinder unter 5 Jahren an den Folgen von Armut sterben. An Hunger, behandelbaren Krankheiten oder Bürgerkriegen um Rohstoffen. Wir, die Menschen in den wohlhabenden Industrienationen, haben die Möglichkeit, dies zu beenden. Stattdessen stecken wir 45 mal so viel in die Rettung von Spekulanten wie in Hungerbekämpfung.(siehe Punkt 5).
  2. Umgekehrt fällt auf: Je höher die ökonomische Entwicklung eines Landes ist, desto geringer ist grundsätzlich die Geburtenrate. Dies liegt ebenfalls zum Teil am sozialen Netz. In ökonomisch starken Ländern brauchen Ruheständler grundsätzlich keine direkte Versorgung durch ihre Kinder.
    Ein zweiter Grund ist die Tatsache, daß (im jetzigen System!) für ökonomische Stärke ein hoher Preis gezahlt werden muß: Die Unterordnung der Menschen unter die Wirtschaft, die eine immer weiter steigende Flexibilität von den Arbeitnehmern fordert (sinkende Löhne, längere Arbeitszeiten, längere Wege zur Arbeit, etc.). Das System in Deutschland (Geburtenrate: rd. 4 Kinder auf 6 Erwachsene) und den anderen Industrienationen (z.B. Singapur: weniger als 1 Kind auf 2 Erwachsene) verhindert Familienbildungen so stark, dass die Bevölkerung immer weiter schrumpft.

Das Wirtschaftssystem der ökonomisch starken Länder 1:1 auf die gesamte Welt zu übertragen, kann also nicht die Lösung sein. Die Lösung liegt im Wohlstand für sämtliche Menschen auf der Welt, in einem ökologisch 100%ig nachhaltigen System (siehe unten).

Dies ist eines der am schwierigsten zu lösenden Probleme der Welt. Unmöglich ist es definitiv nicht. Das Haupthindernis liegt im politischen Widerstand derjenigen, die ein Interesse am Status Quo haben.

Die Wirtschaft muss immer weiter wachsen, um die ewigen Produktivitätssteigerungen zumindest einigermaßen auszugleichen. Produktivitätssteigerungen bedeuten u.a., dass zur Produktion von Gütern/Leistungen immer weniger Menschen erforderlich sind.

Während z.B. die weltweite Industrieproduktion von 1995 bis 2002 um 30% stieg, wurden 11% aller Industriearbeitsplätze überflüssig. Im Jahr 2003 waren in Deutschland 9 Arbeiter so produktiv wie 10 Arbeiter nur 2 (!) Jahre zuvor. 1991 war für 45% aller Deutschen die Erwerbsarbeit die wichtigste Einkommensquelle. Bereits 2002 waren es lt. Statistischem Bundesamt nur noch 40%. 2005 ernährten nur noch rd. 32% Erwerbstätige die übrigen 68% der Bevölkerung. Siehe auch „Die 5 Hauptursachen von Arbeitslosigkeit und Niedriglohn„.

Dieser Trend läuft weiter, so lange es den technischen Fortschritt gibt – also immer. Mit Produktivitätssteigerungen die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen ist ebenso kontraproduktiv wie ein Feuer mit Benzin zu löschen.

Nur das Economic Balance System kann dieses Problem lösen, und zwar durch die Dosierung der Produktivität. (mehr)

Regierungen in aller Welt sind auch deshalb auf Wachstum aus, weil verschuldete öffentliche Haushalte Wirtschaftswachstum erfordern.

Der Mechanismus:

  • Steigende Schulden kosten die Staaten immer mehr Zinsen und Tilgung.
  • Mehr Zinsen und Tilgung erfordern höhere Steuereinnahmen.
  • Durch ständig steigende Steuereinnahmen und Inflation kann die Schuldenspirale zumindest etwas gebremst werden.
  • Höhere Steuereinnahmen erfordern mehr Wirtschaftswachstum.

Wobei man hier beim Wachstum zwischen Wert und Ressourcenverbrauch unterscheiden muss:

  • Wert-Wachstum bedeutet: Lediglich die Beträge in Euro, Dollar etc. sind höher, nicht aber der Umfang der Güter und Dienstleistungen. Beispiel: In einem Jahr werden in Deutschland ca. 2,4 Milliarden Rollen Toilettenpapier für 1 Milliarde € verkauft. Im Folgejahr werden wieder 2,4 Milliarden Rollen verkauft, aber der Preis ist um 2 % auf 1,02 Mrd. € gestiegen. Dann hat sich nur der Wert erhöht, nicht aber die Zahl der produzierten und verkauften Produkte. Beim Toilettenpapierverbrauch gab es dann kein Wachstum beim Rohstoffverbrauch (der immer noch riesig ist). Aber die Steuereinnahmen dürften mit den Preisen ebenfalls um 2% gestiegen sein.
    Dienstleistungsumsätze ohne nennenswerten Ressourcenverbrauch sind unproblematisch: Wenn die Preise für Ernährungsberater, Psychologen, Änderungsschneider oder Friseure und damit auch deren Steuerzahlungen steigen, ist das in Bezug auf Wachstum überhaupt kein Problem. Dsa sind bloß Zahlen.
  • Verheerend und auf Dauer unmöglich ist das Wachstum beim Ressourcenverbrauch: Da die Finanzierung der Wirtschaft zum Großteil aus einem ständig steigenden Ressourcenverbrauch basiert, kann das nicht auf Dauer funktionieren.

Die Lösung dieses Problems ist das Steuersystem von economy4mankind, das durch seine Effizienz keine Defizite kennt und damit auch kein Wachstum braucht.

Viele „Experten“ glauben, der technologische Fortschritt  – vor allem in der Landwirtschaft – könne das Problem der Überbevölkerung lösen. Aber wie soll Technologie einen unendliches Bevölkerungswachstum ausgleichen? Wie soll die Technologie 20 Milliarden Menschen ernähren? Oder 50 Milliarden Menschen? Mit welchen Flächen? Mit welcher Energie? Mit welcher Lebensqualität?

Tatsächlich kann der technologische Fortschritt lediglich etwas Zeit kaufen – womit wir beim nächsten Stichwort wären – dem Kaufen. Wer soll die Technologie bezahlen, die Milliarden von Menschen aus extremer Armut und Hunger befreien soll? Welche Prioritäten die Regierungsparteien der reichsten Nationen haben, zeigt ein Zitat aus der taz vom 20.03.2009:
„Zur Rettung der Spekulanten haben die Industriestaaten binnen eines halben Jahres 45-mal so viel Geld mobilisiert, wie bislang zur Armutsbekämpfung und für den Klimaschutz insgesamt ausgegeben wurde“, sagte Cornelia Füllkrug-Weitzel, Direktorin von „Brot für die Welt“. Darin enthalten sind auch Spekulanten, die mit steigenden Preisen für die Nahrungsmittel der ärmsten Menschen der Welt spekulieren. Statt diese Personen wegen vorsätzlicher schwerer Körperverletzung mit Todesfolge zu verurteilen, bekommen sie noch Geld und Bürgschaften von unserer Regierung.

Verheerend ist auch die Rolle von genmanipuliertem, „Terminator“-Saatgut (das so konstruiert ist, daß es nur 1 einziges mal Früchte trägt und dann nicht mehr als Saatgut verwendet werden kann, so daß die Landwirte auf ewig abhängig von teurem, patentieren Saatgut bleiben). Dabei geht es lediglich um den Patentschutz von Profiten. Das Problem ist heute nicht, daß es zu wenig Nahrung gibt, sondern daß mehrere Milliarden Menschen zu wenig Geld besitzen, um die zu hohen (und steigenden) Preise zu zahlen. Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung verfügt über weniger als 2 Dollar am Tag, ein weiteres Viertel hat laut Weltbank 2 bis 3,13 $ am Tag . Das Geschäftsmodell bei patentgeschütztem Gensaatgut basiert darauf, die Preise sogar noch weiter zu erhöhen. Wie sollen steigende Preise gegen Hunger helfen? Zudem ist das menschliche Herumbasteln selbstüberschätzender Konzerne am komplexen Wirkungsgefüge der Natur absolut verantwortungslos.

Wachstum durch ewigen Fortschritt ist gerade bei unverzichtbaren Produkten wie Lebensmitteln unmöglich (Genmanipulation ist keine Verbesserung, und es ist auch niemand bereit, für genmanipulierte Lebensmittel mehr zu zahlen als für Bio-Lebensmittel). Auch bei Möbeln sind keine nennenswerten Verbesserungen möglich: Ein Schrank von 2018 hat keinen nennenswerten Mehrwert gegenüber einem Schrank von 1980. Ein Stuhl bleibt ein Stuhl. Bei Bekleidung gibt es praktisch keine relevanten Innovationen, sondern lediglich Variationen des immer Gleichen. Ein Buch bleibt ein Buch, ein Stift ein Stift, eine Dachrinne eine Dachrinne. Bei Dienstleistungen sind fast nirgends Innovationen möglich: Ein Haarschnitt bleibt ein Haarschnitt, 1 Stunde Putzen bleibt eine Stunde Putzen, eine Stunde Rechtsberatung von 2018 ist nicht besser als eine von 1918. „Innovationen“ bei Dienstleistungen und Handel führen meist zu schlechteren Arbeitsbedingungen und sinkenden Löhnen – und damit gesamtwirtschaftlich zu weniger Wachstum.

Die meisten technischen Produkte sind so weit ausgereizt, dass Innovationen kaum noch zu Mehrwert für die Kunden führen. Ein 1970er Jaguar E-Type bietet zweifellos einen höheren Fahrspaß als ein 2018er Audi TT. Ein Samsung Galaxy S 9 ist fast identisch mit einem Galaxy S 8. Der zwanzigste Airbag erhöht die Sicherheit nicht nennenswert. Nassrasierer mit 7 Klingen rasieren nicht nennenswert besser als 2 Klingen. Teilweise laufen Innovationen auch bei technischen Produkten rückwärts: Z.B. die vielzitierte MP3-Musik hat ihre Vorteile, führte aber zu Einkommensverlusten bei den Künstlern und hat obendrein eine schlechtere Qualität als Musik auf Vinylplatten und CDs. Der Windows 7 Rechner von 2012, auf dem dieser Text geschrieben wurde, ist so ausgereift, dass es keinen Grund gibt, auf einen aktuellen Windows 10 Rechner upzugraden. Softwareupdates tendieren bei vielen Produkten dazu, Features kostenpflichtig zu machen, die in älteren Versionen kostenlos waren. Etc.

Wie wir oben begründeten, ist Wachstum nicht zwangsläufig gut. Es ist aber auch nicht zwangsläufig schlecht. Es gilt, das richtige Maß für Wachstum zu erkennen und als Maßstab zu nehmen.

Gerade mit dem Wachstum des Konsums tun sich viele Menschen schwer. Bedeutet mehr Konsum nicht auch mehr Müll, mehr Energieverbrauch, mehr Rohstoffverbrauch, mehr Platzbedarf und mehr Verkehr?

Ja, aber mehr Konsum bedeutet auch mehr Umsätze für Unternehmen, mehr Wertschöpfung, mehr Arbeitsplätze, höhere Gehälter und mehr Wohlstand. Die optimale Grenze des Wachstums liegt im optimalen Kompromiss zwischen diesen Auswirkungen.

Das beste Vorbild und die Antwort auf die Frage, welches das richtige Maß für das Wachstum z.B. einer Volkswirtschaft, eines Unternehmens, ein Staates oder des Konsums wachsen soll, ist – wie in so vielen Dingen – die Natur:

  • Kein Organismus wächst ewig.
  • Ungebändigtes Wachstum ist ein unnatürlicher Zustand, der zwangsläufig zu Kollaps und/oder Tod führt (z.B. Krebs, Populationen).
  • Jeder gesunde Organismus wächst so lange, bis er seine optimale Größe erlangt hat.
  • Organismen, die am natürlichen Wachstum gehindert werden, verkrüppeln.

Übertragen wir die Ansicht „so wenig Wachstum wie möglich“ auf einen Baum. Es ist unnatürlich, einen Baum am Wachstum zu hindern und seine Äste immer und immer wieder zu beschneiden. Ein Bonsai-Baum mag dekorativ aussehen, aber er kann keine Früchte tragen und keine Menschen ernähren.

Ein gesunder Baum, der auf einem nährstoffreichen Boden steht und Licht, Luft, Wasser und erhält, wird von ganz allein wachsen. Und zwar so lange, bis er seine optimale Größe erreicht hat.

Übertragen wir ebenfalls die Ansicht „unbegrenztes, ewiges Wachstum“ auf einen Baum. Ein solcher Baum wird in jungen Jahren enorme Vorteile bieten – bis er schließlich so hoch wächst, dass die Wurzeln ihn weder versorgen noch seiner Masse in Stürmen Halt bieten kann.

Ganz offensichtlich ist zu großes Wachstum ebenso sinnlos wie zu geringes Wachstum. Es gilt also, ein gesundes, natürliches Wachstum zu realisieren. Das Economic Balance System von economy4mankind bedeutet für den Baum des gesündesten Wirtschaftswachstums den nährstoffreichsten Boden, die sauberste Luft, das reichhaltigste Wasser und das energiereichste Licht.

Die Grenze des Wachtums ist per Definition die Sättigung aller Konsumwünsche aller Menschen.

Im deutschen Binnenmarkt – so meinen viele „Experten“ – sei angeblich kein Wachstum mehr möglich, weil die Märkte gesättigt seien. So etwas können nur wohlstandsverwahrloste Ignoranten denken, die unter ihrer Käseglocke den Bezug zur Realität verloren haben. Tatsächlich stagniert der Binnenmarkt aus einem anderen Grund: Die meisten Menschen haben viel zu wenig Geld, um ihre Konsumwünsche zu erfüllen. Ein Drittel der Deutschen lebt unter oder nahe der Armutsgrenze, und ein weiteres Drittel kommt gerade über die Runden (siehe „Armutsstatistik Deutschland: Fakten und Zahlen“). Die Mittelschicht rutscht immer weiter ab.

Eine Marktsättigung (und Wachstumsobergrenze) ist erst erreicht, wenn alle Menschen alle ihre Konsumwünsche erfüllen. Das Economic Balance System (EBS) macht nicht alles, aber viel mehr möglich. Mit dem EBS lebt jeder Mensch auf dem Wohlstandsniveau der mittleren bis oberen Mittelschicht. Auch auf diesem hohen Niveau kann nicht sich jeder ein Riesenhaus, eine Oldtimersammlung und 8 Wochen Familienurlaub auf Tahiti leisten.

Dennoch schafft das EBS eine Herausforderung: Wie kann man viel mehr Wohlstand für alle – auch das auch noch weltweit – umsetzen, wenn jeder Mensch genug Geld zur Erfüllung fast aller Konsumwünsche besitzt?

Das lesen Sie unten im Bereich „Lösungen“.

Lösungen und Alternativen

Die meisten Politiker, „Experten“ und Bürger haben resigniert – sofern sie das Problem überhaupt interessiert. Sehr vielen Menschen – vielleicht sogar den meisten – ist nicht einmal bewusst, in welchem ökonomischen System sie leben.

Die Probleme sind lösbar. Allerdings müssen dafür diese Voraussetzungen erfüllt werden:

  1. Der politische Wille muss da sein.
  2. Der vorhandene Grips bzw. die vorhandene Expertise muss eingesetzt werden.
  3. Die Bevölkerung muss dringend durch sinkende Geburtenraten auf ein ökologisch erträgliches Maß reduziert werden.
  4. Enorme finanzielle Mittel müssen zur Verfügung stehen, um Technologien sinnvoll zu nutzen.
  5. Das weltweite ökonomische System muss umgebaut werden. Ganz neue Anreize müssen gesetzt werden. Weg von der Profitmaximierung, hin zur Begrenzung und zur Nachhaltigkeit.

Die Punkte 1-3 sind Themen für Regierungen. Die Punkte 4 und 5 kann economy4mankind umsetzen:

Vermögensbeschränkungen

Das Economic Balance System (EBS) von economy4mankind enthält so genante „Vermögensbeschränkungen“ (mehr).

Das heißt: 100% Vermögensteuer oberhalb eines Vermögens von 30 Mio. € pro Haushalt. Dadurch gibt es zwar noch Reichtum, aber keinen Superreichtum mehr. Wer z.B. 30 Mio. € besitzt (Geld, Wertpapiere, Unternehmensanteile und Immobilien zusammen gerechnet) und 5 Mio. € Einnahmen in einem Jahr hat, hat die Wahl, entweder die 5 Mio. € komplett an den Fiskus zu zahlen, oder es zu verkonsumieren.

Man kann davon keine weiteren Häuser oder Aktien kaufen. Das wäre lediglich eine Umschichtung des Vermögens, das dadurch nicht sinkt. Es muss also wirklich alles verkonsumiert werden, was man ab 30 Mio. € einnimmt. Das ist gar nicht möglich, weil man schon alles hat? Eben! Das zeigt, wie richtig Vermögensbeschränkungen sind.

Die Superreichen wandern dann einfach aus? Wie schön! Ihre Unternehmen und Immobilien können sie nicht mitnehmen. Sollen sie in anderen Ländern ihren Reichtum mehren. Aber auch das wird nicht möglich sein: Führt ein Land wie Deutschland, Großbritannien, Schweden, Dänemark, Belgien, Österreich, die Niederlande, Japan, Korea, die Schweiz, Italien oder Frankreich die Vermögensbeschränkungen ein, sehen Wähler in aller Welt, dass es nur positive Effekte hat. Dann wollen sie das auch. Ohne Vermögensbeschränkungen kann keine Partei mehr eine Wahl gewinnen.

Damit ist der Renditedruck von Personen, die unendlich große Vermögen anstreben, völlig beseitigt.

Beseitigung von Spekulationen an Finanzmärkten

Ein weiterer Baustein ist das Finanzmarkt Balance System des EBS. Damit gibt es keine Möglichkeit mehr zu kurzfristigen Kursausschlägen. Der Quartalsdruck auf Vorstände ist weg. Das sowie die Tatsache, dass es im EBS keine Steuern mehr auf Gewinne und Einkommen gibt, macht den Finanzplatz, der es einführt, zum attraktivsten der Welt für die Entscheider der Unternehmen. Aktienindizes sind nur noch sanfte, flache Wellen. Investmentbanken können dicht machen, ebenso wie die lächerlichen Börsensendungen vor den Nachrichten.

Auch hier gilt: Führt es ein Land wie eines der zuvor genannten ein, wird der Rest der Welt folgen. Denn der Druck der Wähler lässt nichts anderes zu.

Superwaffe Unterbeschäftigungssteuer

Das wichtigste Element von economy4mnakind ist das „Arbeitsmarkt Balance System“ mit der „Unterbeschäftigungssteuer“ (mehr). Es gibt für Unternehmen nichts Wichtigeres, als diese Steuer zu vermeiden. Damit ist es unmöglich, Renditedruck auf die Angestellten auszuüben.

Wie das Global Footprint Network (siehe oben auf dieser Seite) ermittelt hat, bräuchte die gesamte Menschheit per 2014 1,7 Planeten Erde, sofern die Dritte Welt so arm bleibt, wie sie ist, und sofern sich in den wohlhabenderen Nationen nichts ändert. Wobei selbst 10 Planeten Erde das Problem des Rohstoffverbrauchs nur verzögern, aber nicht lösen könnten.

Je stärker die Wirtschaft (vor allem in China, Indien und dem Rest der Welt) wächst, desto stärker steigt der Verbrauch. Der Rohstoffabbau läßt sich jedoch bei Weitem nicht so steigern wie die Nachfrage. Lange, bevor die letzten Öl-, Gas, Uran-, Coltan-, Kupfer-, Aluminium-, und sonstige wichtige Reserven komplett ausgebeutet wurden, werden sie unbezahlbar. Und zwar ganz einfach, weil die Ausbeutungskosten immer weiter steigen. Der Kollaps unseres Wirtschaftssystems ist also ein zwangsläufiges Resultat – sofern das System so bleibt, wie es konstruiert ist.

Das Problem liegt im völlig unzureichenden Recycling und verschwenderisch konzipierten Produkten. Viel zu viele Abfälle landen in Müllverbrennungsanlagen, auf Deponien oder in Flüssen und Meeren. Viele geringe Abfall-Einzelmengen (Beispiel: Aluminium als Verpackung von Schokolade oder dünne Aluminium-Schicht in Milchtüten) summieren sich zu großen Mengen, weil es sich im heutigen System finanziell nicht lohnt, sie zu trennen und Energie in die Rückgewinnung zu investieren.

Spiegel Online fasst in seinem wirklich sehr lesenswerten Artikel „Unser Müllproblem“ vom 21.05.2018 das Problem der gigantischen Mengen Hausmüll. Kurzfassung: Gerade beim größten Posten des Hausmülls – dem Restmüll – wird nur zu 5% recycelt, bei Plastik ist es etwa ein Drittel, und ein vollständiges C2C ist gerade beim Restmüll utopisch. Müllzersetzende Bakterien sind angesichts der Massen (noch) keine Lösung. Bioplastik taugt zu nichts als zur Verbrennung.

Das Steuersystem von economy4mankind bietet die finanziellen Mittel, um das Problem zu lösen. Genügend saubere Energiequellen (vor allem in der Geothermie und der neuesten Generation der Photovoltaik) sowie Speichertechnologien sind damit erschließbar (mehr zu diesem Thema weiter unten). Fehlt nur noch der politische Wille.

Machbarkeit und Grenzen von „Cradle to Cradle“ (C2C)

Cradle to Cradle“ (nachfolgend abgekürzt mit „C2C“) ist ein Konzept, bei dem viele Produkte (aber längst nicht alle) – und Gebäude – von vornherein so konstruiert und auch vertrieben werden, dass sie Teil einer Kreislaufwirtschaft sind. Defekte oder abgenutzte Produkte werden entweder repariert oder demontiert und in der „Technosphäre“ recycelt. Oder sie sind kompostierbar und zirkulieren über die „Biosphäre“ weiter.

Teillösung und Kostenfrage

C2C stehen wir wohlwollend gegenüber, haben aber Fragen. Vorträge darüber hören sich zunächst gut an, lassen aber viele Fragen unbeantwortet. Auch die Recherche im Netz – insbesondere auf der C2C-Homepage epea.com – brachte keine Antworten auf diese Fragen:

  • Wenn wir „nicht zu viele, sondern nur zu blöd“ sind, wie Prof, Braungart mit Verweis auf seine technische Lösung meint: Wie löst C2C alle anderen Probleme der Überbevölkerung (Flächenbedarf, Energiebedarf, immer mehr Massentierhaltung, etc.)?
  • Auch ganz wesentlich: Wieviel Prozent mehr kosten Produkte, die C2C-tauglich sind? Die also aufwendiger konstruiert und produziert (z.B. Schraubverbindungen statt Kleben, Punktschweißen, Löten etc.) werden müssen? Die mit Kosten x demontiert statt zu Kosten von heute fast Null auf den Müll geworfen werden? Deren Einzelteile 5 bis über 30 Jahre lang gelagert und verwaltet werden müssen?
  • Was macht man mit Einzelteilen von Produkten, deren nächste Generation ganz andere Einzelteile benötigt? Wie stellt man die Abwärtskompatibilität sicher?
  • Wer koordiniert die Produktrücknahme und Wiederverwendung von jährlich zig Milliarden Einzelteilen, wenn die ursprünglichen Anbieter früher oder später gar nicht mehr existieren?
  • Sind die Produktkosten wesentlich höher als bei Wegwerfprodukten: Wie steht es dann um Akzeptanz der Verbraucher?

Sollte es befriedigende Antworten auf diese Fragen geben, müssen Regierungen das C2C-Konzept verpflichtend einführen, wo es möglich und bezahlbar ist. Also sind Produkte und Verpackungen (von der Milchverpackung bis zum Airbus) so konzipieren, dass sie möglichst einfach und kostengünstig demontiert/getrennt und wiederverwertet werden können.

Alles, was nicht wieder verwertet werden kann, aus Stoffen besteht, die biologisch abbaubar sind (Beispiel: Abrieb von Bremsbelägen) – und damit Teil des natürlichen Kreislaufs. Holz und Hanf bieten sich an, aber auch Edelstahl und andere Metalle, die sich einfach und sortenrein einschmelzen lassen.

Wir schlagen vor, möglichst viele Produkte zu normieren. Beispiel: Der Gesetzgeber lässt nur noch neue Pkw zu, die auf einer von 5 normierten und austauschbaren Bodengruppen basieren. Karosserie-„Bleche“ aus Hanf werden vorgeschrieben. Alle Drucker haben das gleiche Gehäuse und unterscheiden sich im Innenleben nur in Nuancen. Alle TV-Geräte einer Zoll- Größe haben das gleiche Gehäuse. Alle Produkte, bei denen es technisch möglich ist, müssen aus genormten und austauschbaren Modulen bestehen, etc.

Leasing statt Eigentum

Ökonomisch kann man C2C unterstützen, indem Produkte, bei denen es sinnvoll ist, verleast statt verkauft werden. Statt eine Solaranlage zu kaufen, least man sie. Gleiches bei Unterhaltungselektronik, Fahrzeugen, Haushaltsgeräten, Gebäuden, etc.

Großer Vorteil: Wenn eine staatliche Organisation (niemand weiß, ob ein Privatunternehmen am Ende der Lebensdauer seiner Produkte noch existiert) die Produkte verleast und mit einem ausgeklügelten System alles zurücknimmt, demontiert und die Komponenten wieder verwertet, hat man die volle Kontrolle über den Materialkreislauf.

Letztendlich hängt der Erfolg von der Akzeptanz ab. Die Akzeptanz hängt vom Preis ab. Läuft das Leasing so wie bei Privatunternehmen, die Fahrzeuge verleasen, wird es scheitern. Denn dann sind die Preise / Gewinne zu hoch, und spätestens, wenn sich der Kunde über einen künstlich niedrig gerechneten Restwert ärgert, ist die Akzeptanz weg.

Was C2C eventuell könnte (viele Fragen blieben offen), erläutert Prof. Michael Braungart, der sich auf dieses Gebiet spezialisiert hat:

Ein ausführlicheres Video (58 Minuten) finden Sie hier.

Die Grenzen von Cradle to Cradle: Flächenverbrauch, Massentierhaltung, Energie

„Gibt es zu viele Menschen auf der Welt? Sind wir zu viele? Nein, wir sind nur zu blöd“ meint nicht nur „Cradle-to-Cradle“ (C2C)-Papst Prof. Braungart. Das ist falsch, denn C2C beschränkt sich auf die intelligente Kreislaufwirtschaft bei Rohstoffen, Düngemitteln und Gebäuden. Vielleicht könnte der Planet Erde sogar 100 Milliarden Menschen überleben lassen. Nur gäbe es dann keine Wildnis und keine Wildtiere mehr, keine Wälder, und Fische nur noch aus Fischfarmen. Es wäre eine Dystopie wie „Soylent Green“.

Auch am Flächenverbrauch ändert C2C nichts. Mehr Menschen bedeutet bezüglich des Flächenverbrauchs, dass man nur 3 Stellschrauben hat:

  1. Bauen in die Höhe (wie in Midtown Manhattan oder Hong Kong).
  2. Ausbreitung in die Fläche (wie in den Suburbs von Chicago oder LA).
  3. Minimaler Wohnraum pro Person (wie in Tokyo).

Keiner der 3 Wege ist eine Lösung. Wer will aus der Erde einen Planeten wie „Coruscant“ (aus Star Wars 1-3) machen- dessen Oberfläche eine einzige Stadt ist? Wer will schon in Wohnsilos eingepfercht leben, wie es die Jünger der „Bodenwertsteuer“ fordern?

Ein weiteres Problem der Überbevölkerung, das C2C überhaupt nicht berührt, ist der Bedarf an landwirtschaftlichen Flächen und an Massentierhaltung. Je mehr Menschen es gibt, desto mehr Wälder werden gerodet und desto schlimmer wird die Massentierhaltung. Den Energiebedarf kann C2C wahrscheinlich nicht senken, und wenn bald 10 stat 7,6 Milliarden Menschen Energie verbrauchen, ist C2C völlig überfordert. Es läuft auf die Preisfrage hinaus:

Warum in aller Welt müssen wir so viele Menschen wie möglich sein?

1 Mensch ist unendlich kostbar. 10 Milliarden Menschen sind eine Katastrophe für den Planeten und alle anderen Spezies.

Folglich gibt es nur einen wirklich nachhaltigen und dauerhaften Weg, um das Problem des viel zu großen Flächen-, Rohstoff-, Nahrungs- und Energieverbrauchs zu lösen:

Die Geburtenrate muss gesenkt werden, bis die Menschheit wieder das Niveau von vor 100 Jahren hatte. In den 1920er-Jahren gab es 2 Milliarden Menschen. Noch besser wäre 1 Milliarde Menschen.

Das kann man auf positive Weise erreichen:

  1. Das Renten Balance System von economy4mankind in jedem Land der Welt. Dann müssen keine Kinder mehr als Alterssicherung gezeugt werden.
  2. Bildung für jeden Erdenbürger, vor allem für Frauen, die dadurch unabhängig von Männern sind.
  3. Freier Zugang zu Verhütungsmitteln (zur Hölle mit dem Vatikan)

Das Economic Balance System (EBS) von economy4mankind reduziert das Verkehrsaufkommen durch seine Konsequenzen als Wirtschaftssystem:

  • Das im EBS enthaltene Arbeitsmarkt Balance System dreht den Arbeitsmarkt um 180 Grad. Ausreichend viele Mitarbeiter im Verhältnis zum Umsatz (in der gleichen Region) zu haben, wird zur Grundvoraussetzung, um überhaupt Geschäfte machen zu können. Folge: Arbeitgeber müssen den Arbeitnehmern weit, weit bessere Arbeitsbedingungen bieten, um nicht aus dem Markt auszuscheiden. Das heißt:
    • Home Offices mit VPN-PC-Arbeitsplätzen werden boomen. Präsenz im Büro wird zur Ausnahme. Fahrten zwischen Heim und Büro gibt es fast nicht mehr.
    • Viel weniger Arbeitstage.
    • Wesentlich kürzere Wege zur Arbeit, weil es viel leichter Fällt, einen wohnortnahen, gut bezahlten Job zu finden.
  • Vollkommen kostenloser öffentlicher Personenverkehr (auch Fernstrecken per Bahn)
  • Weitaus weniger Langsteckentransporte  durch die regionale Verknüpfung von Umsatz und Beschäftigung.

All das führt zu:

  • viel weniger Energiebedarf für den Verkehr
  • viel weniger Abgasen
  • viel längerer Lebensdauer von Fahrzeugen
  • weniger Verschleiss von Straßen und Brücken
  • weniger Bedarf an Autobahnen

Die Lösung dieses Problems ist das Steuersystem von economy4mankind, das durch seine Effizienz keine Defizite kennt und damit auch kein Wachstum braucht.

Beim Energieverbrauch ist die Lösung einfach. Wenn die Energie zu 100% aus regenerativen und emissionsfreien Quellen stammt, entsteht keine nennenswerte Umweltbelastung. Die Technologien sind alle vorhanden und größtenteils günstiger als Öl und Gas. Günstiger als unendlich teurer Atommüll ist ohnehin alles, was es jemals gab.

Zu den technischen Lösungen gehören:

  • Windkraft mit Windrädern
  • Flugwindkraftwerke (Drachen mit Seilwinden)
  • Photovoltaik
  • Geothermie
  • Wasserkraft aus Stzauwehren
  • Wasserkraft aus Strombojen
  • Biomasse
  • Solarthermie
  • Gezeitenkraftwerke
  • Wellenkraftwerke
  • Aufwindkraftwerke

Nicht alles ist in jedem Land und an jedem Standort umsetzbar, aber jedes Land kann seinen eigenen Energiemix aus diesen Quellen beziehen. Bonus: Keine Kriege mehr um Öl und Gas.

Natürlich gehören zu dieser Lösung auch Speichertechnologien:

  • Pumpspeicher
  • Druckluftspeicher (Kavernen)
  • Umwandlung in Wasserstoff, Speicherung in Tanks
  • Batterien und Batterienetzwerke

Komplettiert wie die Lösung durch Stromnetzmanagement (Smart Grid) und internationalen Stromhandel.

Die Umsetzung ist lediglich eine Frage des politischen Willens – und der Finanzierung. Wie das EBS von economy4mankind die 100%ige Umstellung auf regenerative Energien finanzierbar ist, lesen Sie hier.