Google versteckt linke / progressive / oppositionelle Webseiten

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Google Motto Slogan don't be evil

Zensur und Manipulation durch Google: Einst mit dem Motto „don’t be evil“ gestartet, verbündet sich Google mit Regierungen und versteckt linke, progressive und andere oppositionelle Webseiten. Das ist auch für uns verheerend, da wir als linke Website das progressivste Wirtschaftssystem vertreten.

Wie eine der bisher reichweitenstärksten linken Websites, die „World Socialist Web Site“ (WSWS) berichtet, hat Google seinen Algorithmus so geändert, dass regierungskritische Webseiten und oppositionelle Themen in den Google Suchergebnissen so weit nach hinten versetzt werden, dass sie praktisch keine Öffentlichkeit mehr haben. Der Traffic durch Google ging laut „niqnaq“ von rd. 420.000 Klicks im April auf rd. 120.000 Klicks im Juli zurück. Ein Minus von 70%. Beispiele für einzelne Suchbegriffe und deren „Impressionen“ (Sichtbarkeit in den Suchergebnissen) via Google:

  • “war”: Im Mai 61.795 Impressionen, im Juli Absturz auf 6.613.
  • “Korean war”: Im Mai 20.392 Impressionen, im Juli Absturz auf Null.
  • “North Korea war”: Im Mai 4.626 Impressionen, im Juli Absturz auf Null.
  • “India Pakistan war”: Im Mai 4.394 Impressionen, im Juli Absturz auf Null.
  • “Nuclear war 2017”: Im Mai 2.319 Impressionen, im Juli Absturz auf Null.
  • “WikiLeaks”: Im Mai 6.576 Impressionen, im Juli Absturz auf Null.
  • “Julian Assange”: Im Mai 3.701 Impressionen, im Juli Absturz auf Null.

Die Website „evolve politics“ stellt 50% weniger Besucher via Google fest und kommentiert: „Nach Google’s Logik stehen „alternative Standpunkte“ in direktem Widerspruch zu dem, was die große Mehrheit der Mainstream Medien sagen – und sollten deshalb in den Suchergebnissen um einige Seiten nach unten geworfen werden.“

Auch zahlreiche andere linke / oppositionelle Websites sind betroffen, auch Amnesty International und die Bürgerrechtsbewegung American Civil Liberties Union (ACLU):

google ranking manipulation linke websites

Die unabhängige Journalismus-Website „consortiumnews.com“ nennt es „Die Dämmerung einer Orwellschen Zukunft“. Nun ja: Die Orwellsche Zukunft ist dank NSA & Co. längst da.

Google als Richter und Henker der öffentlichen Meinung

Google erklärt dazu, man wolle die Leser vor „unwahren“ Inhalten, „niedriger Qualität“ und Verschwörungstheorien schützen. Aber wer entscheidet, was wahr  oder hochwertig ist, wo doch gerade die Mainstream Medien so neutral wie Regierungssprecher sind? Google ist hier Richter und Henker der öffentlichen Meinung.

Da ich selbst Suchmaschinenoptimierer bin und mein Geld damit verdiene, Websites bei Google möglichst weit nach oben zu bringen, kann ich das gut einschätzen. Ein Witz aus meiner Branche: „Wo ist der beste Platz, um eine Leiche zu verstecken? Auf Seite 2 bei Google.“

Google kann Existenzen vernichten, indem es Websiten weit nach hinten versetzt. Google unterdrückt die Opposition in Ländern wie China, um dort nicht verboten zu werden und die eigenen Profite zu schützen.

Im US-Wahlkampf hat Google die „Autofill“-Funktion manipuliert. Wer in Google sucht, ob bzw. welche kriminellen Taten Clinton begangen haben könnte, und in das Google-Suchfeld „Hillary Clinton criminal“ eingibt, erhält auch heute noch (31.07.2017) zwei Ergebnisvorschläge, die nichts mit der Suche zu tun haben:

google autofill manipulation hillary clinton criminalIn anderen Suchmaschinen ist das nicht so. Dieses Video erläutert es:

Google erklärte dazu, man filtere Dinge heraus, die Personennamen und abschätzige Begriffe kombinieren.

Wer jedoch abschätzige Dinge über politische Gegner des Establishments googelt, wird  bei Google fündig – von Bernie Sanders über Donald Trump bis zu praktisch allen linken und rechten Politikern.

Was heißt das für uns?

Wir müssen nun überlegen, ob wir das Risiko eingehen, durch unsere Blogartikel von Google in die Schublade abweichender Meinungen gesteckt zu werden. Ich selbst habe einige Dinge in der Blog-Pipeline, die ich bis auf Weiteres nicht veröffentlichen werde. Denn der Verlust von Google Traffic würde uns zu hart treffen.

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